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Datum: Mittwoch, 08.09.2004
Bibelstelle: Markus 3,7-12; 1,32-34; Jeremia 31,25
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: An Christus scheiden sich die Geister I



Markus-Evangelium

3,7 Aber Jesus entwich mit seinen Jüngern an den See und eine große Menge aus Galiläa folgte ihm; auch aus Judäa

3,8 und Jerusalem, aus Idumäa und von jenseits des Jordans und aus der Umgebung von Tyrus und Sidon kam eine große Menge zu ihm, die von seinen Taten gehört hatte.

3,9 Und er sagte zu seinen Jüngern, sie sollten ihm ein kleines Boot bereithalten, damit die Menge ihn nicht bedränge.

3,10 Denn er heilte viele, sodass alle, die geplagt waren, über ihn herfielen, um ihn anzurühren.

3,11 Und wenn ihn die unreinen Geister sahen, fielen sie vor ihm nieder und schrien: Du bist Gottes Sohn!

3,12 Und er gebot ihnen streng, dass sie ihn nicht offenbar machten.

1,32 Am Abend aber, als die Sonne untergegangen war, brachten sie zu ihm alle Kranken und Besessenen.

1,33 Und die ganze Stadt war versammelt vor der Tür.

1,34 Und er half vielen Kranken, die mit mancherlei Gebrechen beladen waren, und trieb viele böse Geister aus und ließ die Geister nicht reden; denn sie kannten ihn.



Jeremia

31,25 Ich will den Erschöpften neue Kraft geben, und alle, die vom Hunger geschwächt sind, bekommen von mir zu essen.



Jesus hat die Synagoge verlassen und sich mit seinen Jüngern an den See Genezareth zurück gezogen. Die einen gehen weg von Jesus, um ihm den Prozess zu machen (Mk. 3,6), die anderen kommen zu ihm und laufen hinter ihm her. Alle Welt ist hier um Jesus versammelt (Jo. 12,19). Ein Blick auf die Landkarte zeigt die großen Entfernungen, die es zu überwinden galt. Die Menschen ließen es sich etwas kosten, um Jesus, den großen Arzt, aufzusuchen (Mt. 9, 12). Selbst aus heidnischen Ländern sind sie herbeigeströmt. Hier deutet der Evangelist eine erste Erfüllung des Propheten Jesaja über den Gottesknecht an: »Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, die Stämme Jakobs aufzurichten und die Zerstreuten Israels wiederzubringen, sondern ich habe dich auch zum Licht der Heiden gemacht, dass du seist mein Heil bis an die Enden der Erde« (Jes. 49,6; vgl. Jes. 42,6; 60,3; Lk. 2,29-32; Apg. 13,46-48). Wer auch immer zu Jesus kommt, den stößt er nicht weg, sondern er schafft dem eine Hilfe, der sich danach sehnt (Jo. 6,37; lies 5. Mose 33,26; Ps. 20,3; 22,6; 40,18; 115,9-11; 119,174; 121,1.2).



Die Menschen hatten viel von Jesus und seiner Heilandstätigkeit gehört und erfahren: Jesus hilft. Kein Wunder, dass sich die Massen auf ihn stürzten. Aber Jesus nimmt Abstand. Durch diese Maßnahme korrigiert er ein einseitiges Verständnis von seiner Person. Das ungestüme Verlangen nach Heilung darf nicht überlagert werden vom eigentlichen Ziel seiner Sendung: Mk. 1,14.15; 2,5.17. Denn was nützt es dem Menschen, wenn er alles hat, was er sich wünscht, aber an seiner Seele Schaden nimmt? Darum hat die Arbeit des göttlichen Arztes an unserer Seele, am inneren Menschen, höchste Priorität und größte Bedeutung. Jesus will der Arzt und Herr über Geist, Seele und Leib sein. Was hat das zu tun mit 1.Thessalonicher 5,12-24?



 

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