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Datum: Sonntag, 12.09.2004
Bibelstelle: Markus 3,20.21; Psalm 69,9
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: An Christus scheiden sich die Geister V



Markus-Evangelium

3,20 Und er ging in ein Haus. Und da kam abermals das Volk zusammen, sodass sie nicht einmal essen konnten.

3,21 Und als es die Seinen hörten, machten sie sich auf und wollten ihn festhalten; denn sie sprachen: Er ist von Sinnen.



Psalm

69,9 Meine nächsten Verwandten wollen nichts mehr mit mir zu tun haben, selbst meinen Brüdern bin ich fremd geworden.



Jesus steht mit seinen Jüngern in einem übervollen Dienst-Alltag. Viele Menschen sind zusammengekommen. Sie beanspruchen Jesus total, und er diente ihnen ohne »auf die Uhr zu schauen«. Mit selbstloser Liebe investierte Jesus sein Leben in das Leben der Vielen. Dazu war er gekommen – nicht, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben, um Menschen von ihrem alten Leben mit seiner Alt-Adams-Natur zu erlösen (Mk. 10,45). Da prallen »Welten« aufeinander: Die neue Familie von Jesus (V. 14ff) und die alte Familie. Seine Angehörigen (V. 31; Mark. 6,3) machen sich Sorgen um Jesus und versuchen, »ihn zu greifen« und nach Hause zu zwingen. Sie tun dies mit einer ungeheuerlichen Klage: »Er ist von Sinnen«, er hat einen religiösen Tick, er ist ein frommer Spinner, ein Schwärmer. Wenn er so weitermacht, wird er sein Leben zerstören. Bevor das geschieht, soll er lieber wieder nach Hause kommen.



Jesus aber bleibt seiner Berufung und Sendung treu. Er weiß sich ganz im Willen Gottes geborgen und lässt auch für die, die »bei ihm sind«, nur eins gelten: dass sie den Willen Gottes erkennen und leben (V.35). Noch will die alte Familie von Jesus nicht neue Familie werden (vgl. Jo. 7,3-9). Noch will sie den »Ausgebrochenen« in alte Tradition und Rechtgläubigkeit zurückzwingen. Und da stehen auch schon die alten Autoritäten des Gesetzes, die Jesus aufs Ärgste anklagen: Vers 22. Dass sie Jesus verwerfen, die einen aus wohlmeinender Besorgtheit, die anderen aus bösem Vernichtungswillen, ist das Letzte, was der Herr will. Aber in Gefahr stehen sie alle, wenn sie nicht nah bei ihm sind und sich der Gottesherrschaft entziehen, die er verkündigt und bringt. Es kann wegen Jesus ein Riss durch Familien und Freundschaften gehen. (Lies Mt. 10,34-39.)





 

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