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Datum: Montag, 13.09.2004
Bibelstelle: Markus 3,22-27
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: An Christus scheiden sich die Geister VI



Markus-Evangelium

3,22 Die Schriftgelehrten aber, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen: Er hat den Beelzebul, und: Er treibt die bösen Geister aus durch ihren Obersten.

3,23 Jesus aber rief sie zusammen und sprach zu ihnen in Gleichnissen: Wie kann der Satan den Satan austreiben?

3,24 Wenn ein Reich mit sich selbst uneins wird, kann es nicht bestehen.

3,25 Und wenn ein Haus mit sich selbst uneins wird, kann es nicht bestehen.

3,26 Erhebt sich nun der Satan gegen sich selbst und ist mit sich selbst uneins, so kann er nicht bestehen, sondern es ist aus mit ihm.

3,27 Niemand kann aber in das Haus eines Starken eindringen und seinen Hausrat rauben, wenn er nicht zuvor den Starken fesselt; erst dann kann er sein Haus berauben.



Welch furchtbare Verdrehung ist unter Menschen möglich! Jesus, der gekommen ist, die Werke des Teufels zu zerstören, wird von den Schriftgelehrten als Teufel bezeichnet. Die Parallelberichte (Mt. 12,22ff und Lk. 11,14ff) erzählen, dass Jesus aufgrund von Dämonenaustreibungen im Volk als Messias diskutiert wurde. Das Volk erwartete nun von den geistlich Verantwortlichen Orientierungshilfe. Die Schriftgelehrten aber holen wider besseres Wissen gegen den Gesalbten Gottes zum vernichtenden Urteil aus. Jesus gilt den Anklägern als »Teufel, der Gutes tut, also ein ganz besonders teuflischer Teufel, vor dem man sich ganz besonders hüten muss« (A. Pohl). Jesus begegnet dieser Verblendung und Herzensverhärtung mit zwei kurzen Gleichnissen (V. 24.25), die den gefährlichen Unsinn dieser bösen Unterstellung bis zu Ende weiterdenken: Wenn Satan den Satan austreibt, macht er sich letztlich selbst den Garaus. Und wenn das satanische System im Kleinen (Haus) wie im Großen (Reich) mit sich selbst entzweit ist, wird es untergehen. Wenn aber Satans Macht ins Wanken gerät, dann doch wohl deshalb, weil es einen Stärkeren gibt, der den Starken bindet und aushebelt. Dieser Stärkere – bereits in Jesaja 49,24.25; 53,12; 61,1-3 angekündigt – ist jetzt da (Mk. 1,7.8). Er hat den Versuchungen Satans siegreich widerstanden (Mk. 1,12.13) und Menschen von satanischen Gebundenheiten (Mk. 1,21ff) befreit. Am Kreuz hat Jesus »die Gewalten und die Mächte völlig entwaffnet und sie öffentlich zur Schau gestellt und den Sieg über sie gehalten« (Kol. 2,15). Diesen herrlichen Sieg des Herrn Jesus Christus können wir gar nicht oft genug loben und ihn in unser persönliches Leben einbeziehen. »Jesus ist mächtig genug, um Süchtige, Dämonisierte, durch Zauberei Gebundene und überhaupt alle gebundenen Menschen aus der Hand des Bösen zu befreien« (G.Maier). Welche Hilfen finden wir in Kolosser 2,4-15, um in Versuchungen zu Widerstehen?





 

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