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Datum: Dienstag, 14.09.2004
Bibelstelle: Markus 3,28-30; 1.Timotheus 1,12-17
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: An Christus scheiden sich die Geister VII



Markus-Evangelium

3,28 Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden werden den Menschenkindern vergeben, auch die Lästerungen, wie viel sie auch lästern mögen;

3,29 wer aber den Heiligen Geist lästert, der hat keine Vergebung in Ewigkeit, sondern ist ewiger Sünde schuldig.

3,30 Denn sie sagten: Er hat einen unreinen Geist.



1.Timotheusbrief

1,12 Ich danke unserm Herrn Christus Jesus, der mich stark gemacht und für treu erachtet hat und in das Amt eingesetzt,

1,13 mich, der ich früher ein Lästerer und ein Verfolger und ein Frevler war; aber mir ist Barmherzigkeit widerfahren, denn ich habe es unwissend getan, im Unglauben.

1,14 Es ist aber desto reicher geworden die Gnade unseres Herrn samt dem Glauben und der Liebe, die in Christus Jesus ist.

1,15 Das ist gewisslich wahr und ein Wort, des Glaubens wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, die Sünder selig zu machen, unter denen ich der erste bin.

1,16 Aber darum ist mir Barmherzigkeit widerfahren, dass Christus Jesus an mir als Erstem alle Geduld erweise, zum Vorbild denen, die an ihn glauben sollten zum ewigen Leben.

1,17 Aber Gott, dem ewigen König, dem Unvergänglichen und Unsichtbaren, der allein Gott ist, sei Ehre und Preis in Ewigkeit! Amen.



Welcher ernsthafte Bibelleser war nicht schon erschrocken über diese schweren Worte von Jesus?! Sie fielen in einer Situation, in der er von den geistlichen Verantwortungsträgern angeklagt war, als Chef-Teufel zu agieren (V.22). In den Versen 28 und 29 nimmt Jesus dazu Stellung. »Es ist bemerkenswert, dass Jesus sich überhaupt auf diese Vorwürfe einlässt. Immer wieder hat er sich seinen Gegnern zugewandt und sich um sie bemüht. So diskutiert er auch hier mit ihnen. Letztlich verfolgt er dabei das Ziel, sie vor der nicht vergebbaren Lästerung gegen den Heiligen Geist zu warnen. Das schwierige Wort von der ›Sünde wider den Heiligen Geist‹ hat ebenso wie die anderen Stellen von der unvergebbaren Sünde (1. Jo. 5,16; Hbr. 6,4-6; 10,26.27) den Sinn, vor leichtfertiger und mutwilliger Lästerung des erfahrenen Geistwirkens zu warnen. Diese Stellen sind aber nicht dazu da, empfindsamen oder grüblerischen Menschen Angst einzujagen. Im ganzen Neuen Testament – auch in Markus 3 – wird der Vorwurf der unvergebbaren Sünde wider den Geist nie auf einen konkreten Menschen bezogen; auch wir sind nicht Richter über andere Menschen (Jak. 4,12; Rö. 14,4). Seelsorgerlich lässt sich sagen, dass derjenige ganz gewiss nicht in unvergebbarer Sünde steht, dessen Gewissen noch unruhig ist. Die Lästerung, von der hier die Rede ist, schließt jede Furcht vor und jedes Fragen nach Gott aus« (B.Weber). – Wer mit Jesus lebt, muss nicht (länger) grübeln. Er darf aufschauen zum gekreuzigten, auferstandenen und erhöhten Herrn, dem alle Macht gegeben ist, und sich königlich freuen über Gottes Gnade und Erbarmen. Wer mit Jesus lebt, wird sich immer wieder der guten Herrschaft des Heiligen Geistes anvertrauen und auf seine Impulse und Mahnungen eingehen. »Betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt seid für den Tag der Erlösung« (Eph. 4,30; lies Eph. 1,13.14; 2. Ko. 1,20-22; Rö. 8,14-17).





 

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