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nächsten Text: An Christus scheiden sich die Geister IX vorherigen Text: An Christus scheiden sich die Geister VII Archiv Datum: Mittwoch, 15.09.2004 Bibelstelle: Markus 3,31-35 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: An Christus scheiden sich die Geister VIII Markus-Evangelium 3,31 Und es kamen seine Mutter und seine Brüder und standen draußen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen. 3,32 Und das Volk saß um ihn. Und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder und deine Schwestern draußen fragen nach dir. 3,33 Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter und meine Brüder? 3,34 Und er sah ringsum auf die, die um ihn im Kreise saßen, und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder! 3,35 Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter. Dieser Abschnitt setzt die Verse 21 und 22 fort. Inzwischen sind die Angehörigen von Jesus eingetroffen. Sie waren mit dem Ziel gekommen, ihn gewaltsam nach Hause zu beordern. Zwei Welten prallen aufeinander: Draußen vor dem Haus steht die Angehörigen-Familie, drinnen im Haus haben sich die neu gegründete Gottes-Familie (3,14.15) und viele am Glauben Interessierte versammelt. Jesus ist der Mittelpunkt des »Familienkreises«. Dabei hat er jeden persönlich im Blick (V. 34a). Er schaut hier nicht »mit Zorn« (3,5) umher, sondern mit einem unendlich liebevoll einladenden Ersehen. Jeder ist herzlich bei Jesus willkommen. Er weiß, was der Einzelne braucht, was ihm fehlt, wie es ihm geht. Er hat jeden persönlich lieb. In Jesus wird greifbar, was Gott einst dem Propheten Jeremia zusprach: »Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte« (Jer. 31,3). Jesus ist die ewige Liebe Gottes in Person. Aus Liebe ist er zu uns gekommen, um aus Sündenkindern Gotteskinder zu machen. Aus Liebe war er bereit, sein eigenes unschuldiges Leben als Lösegeld für die in Todeshaft sitzenden Sündenkinder einzusetzen. Denn er will sie alle befreien; und er möchte niemanden in seiner neuen Familie missen und jeden im Vaterhaus Gottes persönlich begrüßen. Die wahre Jesusfamilie, sein »Haus«, ist Vaterhaus. »Gott der Vater selbst ist sein Schöpfer und Regierer. Ohne diesen Vater keine Brüder, ohne das Geschehen seines Willens keine wahre Gemeinschaft. So gehört der Vater in die Definition einer brüderlichen Menschengemeinschaft hinein (vgl. Offb. 21,3). Um aber diesen Vater in unserer Mitte zu haben, brauchen wir Jesus als unseren Mittelpunkt« (A. Pohl). Ist Jesus Mittelpunkt oder Randfigur in meinem persönlichen und in unserem gemeinsamen Leben? Wie zeigt sich das praktisch? Seelsorgerliche Hilfen dazu in Matthäus 10,32; Johannes 13,1-8.12-15.34.35; 1. Johannes 3,16-24.
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