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nächsten Text: Dem alten Leben entfremdet vorherigen Text: An Christus scheiden sich die Geister IX Archiv Datum: Freitag, 17.09.2004 Bibelstelle: Markus 3,20.21.31-4,1; Johannes 5,30 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: An Christus scheiden sich die Geister X Markus-Evangelium 3,20 Und er ging in ein Haus. Und da kam abermals das Volk zusammen, sodass sie nicht einmal essen konnten. 3,21 Und als es die Seinen hörten, machten sie sich auf und wollten ihn festhalten; denn sie sprachen: Er ist von Sinnen. 3,31 Und es kamen seine Mutter und seine Brüder und standen draußen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen. 3,32 Und das Volk saß um ihn. Und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder und deine Schwestern draußen fragen nach dir. 3,33 Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter und meine Brüder? 3,34 Und er sah ringsum auf die, die um ihn im Kreise saßen, und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder! 3,35 Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter. 4,1 Und er fing abermals an, am See zu lehren. Und es versammelte sich eine sehr große Menge bei ihm, sodass er in ein Boot steigen musste, das im Wasser lag; er setzte sich, und alles Volk stand auf dem Lande am See. Jesus ließ sich nicht von seiner Familie bestimmen und nach Nazareth zurückholen. Wir dürfen dies nicht als mangelnde Wertschätzung oder Lieblosigkeit verstehen. »Es wäre ein grobes Missverständnis, wenn man die Liebe, die Jesus zu seiner Familie hatte, übersehen wollte. Er hat sie als Handwerker wohl über 20 Jahre lang versorgt (vgl. Lk. 2,51.52). Er hat als Sterbender mit letzter Kraft die Zukunft seiner Mutter geregelt (Jo. 19,25ff). Er ist nach der Auferstehung seinem ältesten (Halb-)Bruder Jakobus erschienen, um ihn für den Glauben zu gewinnen (1. Ko. 15,7). Ohne diese Liebe hätten seine Angehörigen später kaum in solcher Treue der Gemeinde gedient (Apg. 1,14; 12,17ff; 1. Ko. 9,5; Gal. 2,9; Jak. 1,1; Jud. 1). Wer als Christ seine Familie nicht liebt, kann sich also nicht auf Jesus berufen. Aber es gibt etwas, das wichtiger ist als die eigene Familie nämlich der dreieinige Gott (vgl. Mt. 10,37; 19,29)« (G. Maier). Die Angehörigen von Jesus sollten erkennen: Unsere natürliche Zugehörigkeit zum »Familienmitglied« Jesus reicht nicht, um zum Vaterhaus Gottes zu gehören. Da muss schon der Glaube an den aktiv werden, der von sich selbst sagte: »Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich« (Jo. 14,6). Dieses Höchste wollte Jesus auch seinen Nächsten anbieten. Sie haben noch einige Zeit gebraucht, um das zu verstehen und anzunehmen. Nach der Auferstehung von Jesus findet seine Familie zum lebendigen Glauben an den Sohn Gottes. Seine liebende Hingabe an den Willen des Vaters hat durch allen irdischen Schmerz hindurch überreiche Frucht getragen. »Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht« (Jo. 12,24; vgl. Jes. 53,11; Jo. 1,29; 1. Jo. 2,2).
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