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Datum: Samstag, 18.09.2004
Bibelstelle: Epheser 4,18
Autor: Hellmut Hentschel (Hellmut@cgstm.de)
Organisation: Christliche Gemeinschaft Altlandsberg (http://www.cgstm.de)
Thema: Dem alten Leben entfremdet



Epheserbrief

4,18 Ihr Verstand ist verfinstert, und sie sind entfremdet dem Leben, das aus Gott ist, durch die Unwissenheit, die in ihnen ist, und durch die Verstockung ihres Herzens.



Obwohl Paulus das hier den Ephesern schreibt, kann das auch für jeden von uns einmal zutreffen. Wir müssen daraus lernen. Was in Ephesus möglich war, ist in Deutschland schon lange möglich.



Paulus gibt uns hier zu bedenken, dass es Entwicklungen gibt, wo unser Verstand sich verfinstern könnte, wo wir dem Leben – er meint hier: Dem wahren Leben in Christus – entfremdet werden, wo wir verstockt werden.



Manchmal sind vielleicht Äußerlichkeiten sogar eine gute Krücke, damit man nicht mehr ins alte Leben zurück fallen kann. Ich erinnere mich noch gut an ein Seminar, dass ich Anfang der 90er Jahre in Rumänien hielt. Mir war gesagt worden, dass alle Teilnehmer Christen seien, und so erklärte ich ihnen alles darüber, wie man evangelisieren kann. Am nächsten Tag verkündete mir mein Übersetzer freudestrahlend, dass sich noch in der Nacht eine Frau bekehrt hätte. Ich war perplex, denn ich war ja der Meinung gewesen, dass alle 30 oder 40 Teilnehmer schon Christen gewesen seien. Und ich fragte: „Welche von den Frauen ist es?“



Da waren nun wieder meine Gesprächspartner perplex. „Du siehst es nicht?“ fragten sie. Und sie deuteten dezent auf eine junge Dame in der letzten Reihe. Mir fiel an ihr nichts Besonderes auf. Und mein Dolmetscher sagte mir: „Sie trägt keinen Schmuck mehr. Wenn eine Zigeunerin ihren äußeren Schmuck ablegt, dann ist das das sichere Zeichen dafür, dass sie sich wirklich von der alten Welt zum Leben in Christus bekehrt hat.“ Und dann schweifte mein Blick durch die Reihen. Es waren keine Ketten, keine Ohrringe, kein Piercing (das gab es damals auch noch nicht) zu sehen, wohl aber in einigen Ohren noch vorhandene Löcher.



Diese Schwestern hatten sich auch äußerlich ihrem früheren Leben sozusagen „entfremdet“. Sie wollten kein Risiko eingehen. Denn wenn man in irgend einem Punkt im alten Leben verharrt, dann könnte es sein, dass man verstockt wird und dass der ganze Lebensentwurf, den Gott ja für jedes Leben gemacht hat, nicht mehr vollständig oder gar nicht mehr verwirklicht werden kann.









 

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