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nächsten Text: Gottes Gegenwart suchen I vorherigen Text: Dem alten Leben entfremdet Archiv Datum: Sonntag, 19.09.2004 Bibelstelle: Psalm 62,1-13; 63,2.3 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Still und geborgen in Gott Psalm 62,1 "Ein Psalm Davids, vorzusingen, für Jedutun." 62,2 "Meine Seele ist" "stille" "zu Gott, der mir hilft." 62,3 "Denn er ist mein" "Fels, meine Hilfe, mein Schutz," "dass ich gewiss nicht fallen werde." 62,4 Wie lange stellt ihr alle "einem" nach, wollt alle ihn morden, als wäre er eine hangende Wand und eine rissige Mauer? 62,5 Sie denken nur, wie sie ihn stürzen, haben Gefallen am Lügen; mit dem Munde segnen sie, aber im Herzen fluchen sie. "SELA". 62,6 "Aber sei nur stille zu Gott, meine Seele;" "denn er ist meine Hoffnung." 62,7 "Er ist mein Fels, meine Hilfe und mein Schutz," "dass ich nicht fallen werde." 62,8 Bei Gott ist mein Heil und meine Ehre, / der Fels meiner Stärke, meine Zuversicht ist bei Gott. 62,9 Hoffet auf ihn allezeit, liebe Leute, / schüttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsre Zuversicht. "SELA". 62,10 Aber Menschen sind ja nichts, große Leute täuschen auch; sie wiegen weniger als nichts, so viel ihrer sind. 62,11 Verlasst euch nicht auf Gewalt und setzt auf Raub nicht eitle Hoffnung; fällt euch Reichtum zu, so hängt euer Herz nicht daran. 62,12 Eines hat Gott geredet, ein Zweifaches habe ich gehört: Gott allein ist mächtig, 62,13 und du, Herr, bist gnädig; denn du vergiltst einem jeden, wie er's verdient hat. 63,2 Gott, du bist mein Gott, den ich suche. Es dürstet meine Seele nach dir, mein ganzer Mensch verlangt nach dir aus trockenem, dürrem Land, wo kein Wasser ist. 63,3 So schaue ich aus nach dir in deinem Heiligtum, wollte gerne sehen deine Macht und Herrlichkeit. Sind wir nicht alle auf der Suche nach Stille und Geborgenheit? Beides lässt sich in unseren Tagen immer schwerer finden. Lärm, Hektik, Verpflichtungen und die vielen Termine bedrohen von außen die ersehnte Stille. Sorgen, Ängste, Beziehungsnöte, Misstrauen, Bitterkeit und Zweifel machen unser Inneres voll Unruhe. Wer aber spricht diese Worte: »Meine Seele ist stille zu Gott . . . Sei nur stille zu Gott, meine Seele.« Ist es jemand, der den Frieden einer stillen Insel genießt? Jemand, der abseits von allem Weltgeschehen lebt? Jemand, der sich zurückgezogen hat aus dem aktiven Leben, der keine Herausforderungen und Spannungen erlebt? Der Verfasser dieses Psalmliedes ist König David. Wir erfahren aus seinen Worten sehr bald, wie spannungsvoll seine Tage waren. Menschen in seiner Umgebung blickten mit Neid auf ihn. Sie beleidigten und verleumdeten ihn; sie versuchten, ihn vom Thron zu stürzen und seinem Leben ein Ende zu machen. Aber gerade in der von Angst und Unsicherheit geprägten Lage singt David das Lied von der Stille zu Gott. Er tritt die Flucht nach vorne an, die Flucht in die offenen Liebesarme Gottes. (Lies Ps. 27,1-4; 37,4-7; Jes. 26,3.4.) Bei Gott findet er Frieden und Geborgenheit, sodass er getröstet und zuversichtlich sagen kann: »Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft.« Wie können wir mitten in den Herausforderungen des Alltags still auf Gott ausgerichtet leben? David gibt uns in Psalm 62 fünf Tipps, wie er selber stille geworden ist: 1. Suche Gottes Gegenwart (V. 2.6). 2. Mache dir bewusst, wer Gott für dich ist (V. 3.6-8). 3. Schütte dein Herz vor Gott aus (V. 9). 4. Überlass Gott die Antwort auf feindliche Angriffe (V. 4-5). 5. Setze dein Vertrauen auf Gottes Wort (V. 12-13). (Lies Ps.73, 23-26.28; 84,11-13; 34, 5-8.)
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