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Datum: Donnerstag, 23.09.2004
Bibelstelle: Psalm 62,8; 46,1-12
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Mache dir bewusst, wer Gott für dich ist II



Psalm

62,8 Bei Gott ist mein Heil und meine Ehre, / der Fels meiner Stärke, meine Zuversicht ist bei Gott.

46,1 "Ein Lied der Söhne Korach, vorzusingen, nach der Weise »Jungfrauen«."

46,2 Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.

46,3 Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sänken,

46,4 wenngleich das Meer wütete und wallte und von seinem Ungestüm die Berge einfielen. "SELA".

46,5 Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brünnlein, da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind.

46,6 Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie festbleiben; Gott hilft ihr früh am Morgen.

46,7 Die Heiden müssen verzagen und die Königreiche fallen, das Erdreich muss vergehen, wenn er sich hören lässt.

46,8 "Der Herr Zebaoth ist mit uns," "der Gott Jakobs ist unser Schutz." "SELA"

46,9 Kommt her und schauet die Werke des HERRN, der auf Erden solch ein Zerstören anrichtet,

46,10 der den Kriegen steuert in aller Welt, der Bogen zerbricht, Spieße zerschlägt und Wagen mit Feuer verbrennt.

46,11 Seid stille und erkennet, dass ich Gott bin! Ich will der Höchste sein unter den Heiden, der Höchste auf Erden.

46,12 "Der Herr Zebaoth ist mit uns," "der Gott Jakobs ist unser Schutz." "SELA".



»Meine Zuversicht ist bei Gott.« Hier bekennt David sich zu seiner persönlichen und tiefen Gottesbeziehung. Sie ist Beweggrund zu unerschütterlicher Zuversicht inmitten der Anfechtung und Bedrohung. Die Verbundenheit mit Gott gibt David festen Halt, wenn scheinbar alles um ihn herum ins Wanken gerät, wenn Beleidigungen und üble Nachrede ihn treffen. Zuversicht hat mit klarer »Sicht«, mit guter »Aussicht«, mit dem Blick in die richtige Richtung zu tun. Wenn Gott Davids Zuversicht ist, schaut er in die richtige Richtung. »Wer zum Herrn aufschaut, der strahlt vor Freude, und sein Vertrauen wird nie enttäuscht« (Ps.34,6; lies Ps. 25,15; 121,1-8; Apg. 7,55). Zuversichtlich leben – könnte das für uns heute heißen: Halte fest daran, dass es für Gott ein Kleines ist, »durch viel oder wenig zu helfen« (1.Sa. 14,6)? Könnte zuversichtliches Leben neu in unserem Herzen Wurzeln schlagen, wenn wir wie Maria glauben: »Bei Gott ist kein Ding unmöglich« (Lk. 1,37; lies 1. Mose 18,14; Mt. 19,26)? Rechne mit dem Gott, der allen Schwierigkeiten weit überlegen ist. Martin Luthers Lieblingspsalm beginnt mit den Worten: »Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben« (Ps. 46,2). Wenn sich Probleme über Probleme auftürmten, konnte Luther zu seinem Freund Philipp Melanchthon sagen: »Komm, Magister Philipp, wir wollen den 46. Psalm anstimmen!« – Von Corrie ten Boom schreibt Elisabeth Elliot: »Corrie war eine Frau mit starkem Glauben und einem strahlenden Gesicht. Warum? Nicht weil sie nicht gelitten hätte, sondern gerade, weil sie ins Leid gekommen und ihm mit Gottvertrauen begegnet war. Als sie die Tiefe menschlicher Hilflosigkeit und Schwäche erleben musste, wandte sie sich voll Zuversicht an ihren Herrn.« Zuversichtliches Leben zieht Kreise. Es kann auch in anderen Zuversicht wecken, sodass sie getrost ihren Weg gehen können.







 

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