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Datum: Donnerstag, 30.09.2004
Bibelstelle: Lukas 10,38-42; Psalm 5,4
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Setze dein Vertrauen auf Gottes Wort II



Lukas-Evangelium

10,38 Als sie aber weiterzogen, kam er in ein Dorf. Da war eine Frau mit Namen Marta, die nahm ihn auf.

10,39 Und sie hatte eine Schwester, die hieß Maria; die setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu.

10,40 Marta aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: Herr, fragst du nicht danach, dass mich meine Schwester lässt allein dienen? Sage ihr doch, dass sie mir helfen soll!

10,41 Der Herr aber antwortete und sprach zu ihr: Marta, Marta, du hast viel Sorge und Mühe.

10,42 Eins aber ist Not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden.



Psalm

10,4 HERR, frühe wollest du meine Stimme hören, frühe will ich mich zu dir wenden und aufmerken.



»Eins ist not!« Maria hörte Jesus zu. Ob Marta sich nach der Korrektur durch Jesus auch zum Hören entschließen konnte? Einige Zeit später bemerken wir, dass Marta voll Vertrauen auf Jesus zuging und mit ihm ein Glaubensgespräch führte. (Lies Jo. 11,20-28.39.40.)



Maria wurde durch das stille Zuhören nicht passiv, nicht tatenlos. Sie war brennend am Weg von Jesus interessiert. Ihre ganze Liebe zu Jesus wurde deutlich, als sie das Haus des aussätzigen Simon betrat und Jesus mit wertvollstem Salböl salbte. »Als das die Jünger sahen, wurden sie unwillig und sprachen: Wozu diese Verschwendung? Als Jesus das merkte, sprach er zu ihnen: Was macht ihr diese Frau traurig? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. Arme habt ihr allezeit bei euch. Mich aber habt ihr nicht allezeit. Dass sie das Öl auf meinen Leib gegossen hat, das hat sie für mein Begräbnis getan« (Mt. 26,6-13). Von keiner anderen Person lesen wir, dass sie die Leidensankündigungen des Herrn so ernst nahm und seinen baldigen Tod kommen sah. Hatte Maria in jener stillen Stunde Jesus und seinen Weg tiefer verstanden? Der Herr sprach von dem guten Teil, das sie erwählt hatte: das sorgfältige Hören auf sein Wort und die liebevolle Tat, die in der ganzen Welt bekannt werden sollte. Das stille Hören auf Jesus hatte in Maria eine aufrichtige und tiefe Liebe geweckt, die darauf aus war, Jesus groß zu machen. Maria hatte verstanden: »Gottes Wort will nicht ins Hirnarchiv Nr. soundso aufgenommen werden und gespeichert werden. Es will in mein Herz, es will mich verändern.« Unsere Welt braucht diese erfrischend anderen Menschen, die ihr Zuhause bei Jesus haben und seinem Wort vertrauen. »Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft.« (Lies Ps. 131,2.3; Dan. 6,11.23.24)









 

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