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nächsten Text: Hiob: Darum spreche ich mich schuldig und tue Buße in Staub und Asche vorherigen Text: Durch das Labyrinth des Leidens hilft nur der rote Faden des Vertrauens Archiv Datum: Sonntag, 31.10.2004 Bibelstelle: Hiob 38,1-11.31-35; 40,1-5 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Hiob ließ sich durch seine Not und Verzweiflung nicht von Gott wegreißen Hiob 38,1 Und der HERR antwortete Hiob aus dem Wettersturm und sprach: 38,2 Wer ist's, der den Ratschluss verdunkelt mit Worten ohne Verstand? 38,3 Gürte deine Lenden wie ein Mann! Ich will dich fragen, lehre mich! 38,4 Wo warst du, als ich die Erde gründete? Sage mir's, wenn du so klug bist! 38,5 Weißt du, wer ihr das Maß gesetzt hat oder wer über sie die Richtschnur gezogen hat? 38,6 Worauf sind ihre Pfeiler eingesenkt, oder wer hat ihren Eckstein gelegt, 38,7 als mich die Morgensterne miteinander lobten und jauchzten alle Gottessöhne? 38,8 Wer hat das Meer mit Toren verschlossen, als es herausbrach wie aus dem Mutterschoß, 38,9 als ich's mit Wolken kleidete und in Dunkel einwickelte wie in Windeln, 38,10 als ich ihm seine Grenze bestimmte mit meinem Damm und setzte ihm Riegel und Tore 38,11 und sprach: »Bis hierher sollst du kommen und nicht weiter; hier sollen sich legen deine stolzen Wellen!«? 38,31 Kannst du die Bande des Siebengestirns zusammenbinden oder den Gürtel des Orion auflösen? 38,32 Kannst du die Sterne des Tierkreises aufgehen lassen zur rechten Zeit oder die Bärin samt ihren Jungen heraufführen? 38,33 Weißt du des Himmels Ordnungen, oder bestimmst du seine Herrschaft über die Erde? 38,34 Kannst du deine Stimme zu der Wolke erheben, damit dich die Menge des Wassers überströme? 38,35 Kannst du die Blitze aussenden, dass sie hinfahren und sprechen zu dir: »Hier sind wir«? 40,1 Und der HERR antwortete Hiob und sprach: 40,2 Wer mit dem Allmächtigen rechtet, kann der ihm etwas vorschreiben? Wer Gott zurechtweist, der antworte! 40,3 Hiob aber antwortete dem HERRN und sprach: 40,4 Siehe, ich bin zu gering, was soll ich antworten? Ich will meine Hand auf meinen Mund legen. 40,5 Einmal hab ich geredet und will nicht mehr antworten, ein zweites Mal geredet und will's nicht wieder tun. Hiob, den Gott »mein Knecht« genannt hatte, ließ sich durch seine Not und Verzweiflung nicht von Gott wegreißen. Aber wo ist der Knecht Gottes, der ihm im Leiden vollkommen vertraut? Der in Jesaja 53 beschriebene Gottesknecht war nicht eindrucksvoll und imponierend. »Er wurde verachtet, von allen gemieden. Von Krankheit und Schmerzen war er gezeichnet. Man konnte seinen Anblick kaum ertragen. Dabei war es unsere Krankheit, die er auf sich nahm. Er erlitt unsere Schmerzen. Wir aber dachten, diese Leiden seien Gottes gerechte Strafe für ihn. Wir glaubten, dass Gott ihn schlug und leiden ließ, weil er es verdient hatte.« (Lies Jes. 52,13.14; 53,2-7.11.) Hiob stellt schon eine Ankündigung des wahren, später in Jesaja 53 verheißenen Gottesknechtes dar, durch den die Frage nach dem Leiden des Gerechten im Tiefsten beantwortet wird. (Lies Phil. 2,5-11.) Hiob bewährte sich, weil er sich weder durch sein Leiden noch durch das Urteil seiner Frau und seiner Freunde von Gott wegtreiben ließ. Jesus Christus, der einzigartige Gottesknecht, ließ sich nicht vom Versucher (Mt. 4,3-7), nicht von Petrus (Mt. 16,22.23), noch durch die am Kreuz Vorübergehenden (Mt. 27,40-44) vom Weg des Vaters abbringen. Er vertraute dem Vater in Gethsemane, als er betete: »Vater, nicht mein, sondern dein Wille geschehe.« Unverbrüchlich hielt er an Gott fest in Nacht und Todesgrauen, als er am Kreuz hing, um unsere Schuld zu sühnen. Mit den Worten von Psalm 22 betete er: »Mein Gott, warum hast du mich verlassen?« Gottes Angesicht war ihm verdunkelt, und er schien weit weg zu sein. Um unsertwillen musste er die Gottesferne erdulden, damit wir heute und für immer nahe bei Gott sein können.
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