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Datum: Dienstag, 30.11.2004
Bibelstelle: Lukas 11,31
Autor: Alexander Welew (Alexander.Welew@msoe.org)
Organisation: Mission für Süd-Ost-Europa (http://www.msoe.org)
Thema: Ein Gruss vom MSOE-Missionseinsatz in Serbien III



Lukas

11,31 Die Königin vom Süden wird auftreten beim Jüngsten Gericht mit den Leuten dieses Geschlechts und wird sie verdammen; denn sie kam vom Ende der Welt, zu hören die Weisheit Salomos. Und siehe, hier ist mehr als Salomo.



Zunächst möchte ich dem HERRN dafür danken, dass wir am Leben sind und diesen neuen Tag erleben dürfen. Und ich möchte Gott Danke sagen, dass ER jedem von uns diese Arbeit anvertraut hat. Wenn ich bei der Arbeit bin, hat mein kleiner Sohn meistens den Wunsch, mir zu helfen, was mich sehr freut. Ich erinnere mich selbst, als ich in seinem Alter war und meinem eigenen Vater helfen konnte. Mein Vater vertraute mir ein Werkzeug an, sah aber, dass ich nicht damit umgehen konnte. Dann erzählte mir mein Vater, wie man mit dem Werkzeug umgehen muss. Er erzählte mir Beispiele, wie er als Jugendlicher in der Werkstatt gearbeitet hatte. Auch er war mal ein Lehrling gewesen und hatte gelernt, wie man den Hammer am besten halten muss. Dann wurde das geübt.



Wir danken dem HERRN, dass ER uns das Wort gegeben hat. Unser Wort heute steht in Lukas 11,31. Wir sehen hier, dass hier die Rede über Salomo, die Königin und einen Mann ist, der Weisheit von Gott bekommen hatte. Hier ist aber einer, der mehr ist als Salomo. Jeder Jude war stolz über Salomo und über diese Zeit, die Israel erlebt hatte und erzählte gern von der Weisheit Salomos. Wenn jemand etwas Weises getan hatte, wurde gesagt, dass er weise wie Salomo sei. Wir sehen auch ein, dass nur Jesus Christus sagen konnte, dass es jemanden gibt, der weiser sei als Salomo. Trotzdem gibt es Parallelen zwischen Salomo und Christus. Wir wissen, dass Salomo wahrscheinlich jedes Problem lösen konnte und erinnern uns vielleicht an einige Beispiele im Alten Testament. Wenn wir Jesus Christus anschauen, dann ist ER mehr als jeder Mensch, denn ER kennt das Menschenherz. Ich habe auch in meinem Leben Zeiten gehabt, wo ich nicht wußte, wie ich eine jeweilige Situation lösen kann. Und wenn man Jesus als unseren wunderbaren Ratgeber fragt, dann gibt ER einen Rat und hilft uns aus unseren Schwierigkeiten heraus.



Ich fuhr vor kurzem nach Saporoshje und nahm in meinem Auto eine ungläubige, krebskranke Frau mit. Ich wußte nicht, wie ich ihr von Jesus sagen konnte, weil sie verschlossen war. Ich versuchte, von verschiedenen Seiten das Gespräch zu beginnen. In Gedanken betete ich zu Gott um Hilfe. Nach etwa 100 Kilometern Fahrt kamen wir in der Klinik an und als diese Frau dann zur Untersuchung ging, betete ich für diese Frau, dass der HERR sie stärkt. Tatsächlich kam sie ermutigt von der letzten Untersuchung zurück. Als wir dann zurück fuhren, konnte ich ihr das Zeugnis von Jesus sagen und ihr eine Bibel schenken. Und als wir dann am Haus angelangt waren, betete ich für sie. Zum ersten Mal hörte sie ein freies Gebet zu Gott. Als wir uns verabschiedeten, hatte die Frau viel Hoffnung. Später hörte ich, dass sie mit großem Hunger nach dem Wort Gottes verlangte. Wir können sagen, dass hier jemand gewirkt hat, der größer ist als Salomo, nämlich Jesus Christus. Salomo war ein sehr weiser Mann, er hat einen Tempel bauen lassen und andere architektonische Meisterwerke geschaffen, die seinesgleichen suchen. Jesus Christus aber ist ein Architekt, der aus lebendigen Steinen baut und mit lebendigem Wasser die Menschen trägt. Salomo bedeutet „Fürst des Friedens“. In der Tat gab es während seiner Regierungszeit keinen Krieg. Aber der HERR gibt jedem Menschen, der zu IHM kommt, zumindest seelischen Frieden.



Eine Frau aus unserem Hauskreis hatte sich taufen lassen. Nach dieser Taufe traten bei ihr Versuchungen und Probleme auf. Die einzige Tochter wurde krank. Ich sah aber an dieser Schwester, dass sie immer Hoffnung und Frieden bewahrt hatte. Diesen Frieden kann nur Gott geben.



Schauen wir weiterhin auf Salomo, dann sehen wir, dass er viel Land erobert hatte. Wenn wir Jesus Christus anschauen, dann merken wir, dass ER über das ganze Universum verfügt. Ich habe eine kleine Tochter. Wenn ich nach Hause komme, ist es ihr einziger Wunsch, dass ich sie auf den Arm nehme. Sie mag das sehr. Ich erinnere mich an eine Bibelstelle, in der steht, dass unser Leben in Christus verborgen sei. Diese Geborgenheit ist wunderbar. Am Ende möchte ich ein Beispiel bringen, das mich ermutigt hat. Wir wissen, dass in unserem Sonnensystem sich alle Planeten um die Sonne drehen. Es gibt aber einen Planeten, Merkur, der der kleinste Planet ist und über eine große Masse verfügt. Dieser Planet dreht sich mit der größten Geschwindigkeit um die Sonne. Der Astronom Kopernikus wollte immer diesen Planeten sehen. Weil dieser Planet aber immer in der Nähe der Sonne ist, war eine Beobachtung nur unter großen Schwierigkeiten möglich. Es ist wunderbar, wenn auch wir Christen immer in den göttlichen Sonnenstrahlen verborgen sind. Wir hoffen auf den HERRN, nicht auf Menschen, weil der HERR gesagt hat, dass es einen Größeren als Salomo gibt. Bleiben wir in den Sonnenstrahlen des HERRN, erkennen wir IHN besser und können IHN besser verherrlichen. Auf unseren Traktaten hier in Serbien steht auf der Titelseite die Frage: „Wer ist Christus?“



Die Königin von Saba, als sie das Wort von Salomo gehört hatte, meinte sie, dass sie nicht einmal von der Hälfte der Weisheit Salomos gehört hatte. Jesus Christus aber ist gekommen, um uns die volle Weisheit zu offenbaren. Wir müssen bei IHM zur Schule gehen. Egal, welche Schwierigkeiten uns begegnen, ist es doch wunderbar, in Jesus Christus geborgen zu sein. Ich mag diese Bibelstelle, wo Gott Jeremia beruft und ihm sagt, dass er mutig und nicht ängstlich sein soll. Selbst als Jeremia in Ketten lag, hat er den Mut nicht verloren. Gott streitet für uns wie ein Feldherr. Lasst uns das nicht vergessen, auf den HERRN vertrauen und die frohe Botschaft weiter geben. IHM sei die Ehre für alles. Amen.



[Alexander Welew ist Missionar der Mission für Süd-Ost-Europa in Melitopol, Ukraine]





 

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