|
Ihre seelische und geistliche Tankstelle im Internet ...
Ein Arbeitsbereich des Evangeliumsnetz e.V. | |||||||||
|
nächsten Text: Zeit mit Gott die unverzichtbare Lebenshilfe vorherigen Text: Wir sind auch im Leiden unter der Treue Gottes I Archiv Datum: Freitag, 31.12.2004 Bibelstelle: Matthäus 2, 14-18.20.23 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Wir sind auch im Leiden unter der Treue Gottes II Matthäus-Evangelium 2,14 Da stand er auf und nahm das Kindlein und seine Mutter mit sich bei Nacht und entwich nach Ägypten 2,15 und blieb dort bis nach dem Tod des Herodes, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (Hosea 11,1): «Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.» 2,16 Als Herodes nun sah, daß er von den Weisen betrogen war, wurde er sehr zornig und schickte aus und ließ alle Kinder in Bethlehem töten und in der ganzen Gegend, die zweijährig und darunter waren, nach der Zeit, die er von den Weisen genau erkundet hatte. 2,17 Da wurde erfüllt, was gesagt ist durch den Propheten Jeremia, der da spricht (Jeremia 31,15): 2,18 «In Rama hat man ein Geschrei gehört, viel Weinen und Wehklagen; Rahel beweinte ihre Kinder und wollte sich nicht trösten lassen, denn es war aus mit ihnen.» 2,20 und sprach: Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und zieh hin in das Land Israel; sie sind gestorben, die dem Kindlein nach dem Leben getrachtet haben. 2,23 und kam und wohnte in einer Stadt mit Namen Nazareth, damit erfüllt würde, was gesagt ist durch die Propheten: Er soll Nazoräer heißen. Innerhalb weniger Sätze bringt der Evangelist Matthäus drei Zitate aus dem Alten Testament, die er auf das Leben des Jesuskindes bezieht. Während das Hosea-Zitat an die Befreiung Israels aus der Sklaverei in Ägypten erinnert, fasst das Zitat aus Jeremia die Notsituation Israels im Exil zusammen, aber auf dem Hintergrund der durchtragenden Treue Gottes und der Ankündigung des Neuen Bundes (vgl. Jer. 31,3.20.31-34). Das Jesuskind erleidet als Flüchtling in einer extremen Leidsituation gewissermaßen ein Stück Israel-Geschichte. Aber noch mehr: Dieser Sohn ist größer als der Israel-Sohn; denn Jesus ist der ganz und gar gehorsame Sohn. Jesus ist größer als Mose, der Befreier aus Ägypten; denn durch und in Jesus »ist die Gnade und Wahrheit« Gottes unter uns sichtbar geworden (Jo. 1,17). Jesus ist größer als alle Gefangenschafts- und Leiderfahrungen; denn er ist die sichtbar erschienene Treue Gottes in Person, und Jesus verbürgt sich mit seinem Leben für den neuen, den ewigen Bund Gottes mit Israel und mit uns. Wir mögen jetzt noch »mitten in der Angst wandeln« (Ps. 138,7) und keinen Ausweg sehen ähnlich bedrängt und einsam wie die kleine Familie des Josef im fremden Land , doch wir dürfen getrost sein: »Christus, der Retter, ist da!« Das haben Zacharias und Elisabeth erfahren, davon konnte Maria ein Loblied singen, das erlebte Josef, und das hat auch die Magier und Hirten in ihrer Lebenssituation froh gemacht. Ob wir heute, am letzten Tag des Jahres 2004, nicht besonders viel Grund haben, Gott zu loben und zu ehren? »Ja, die Gnadenerweise des Herrn sind nicht zu Ende, ja, sein Erbarmen hört nicht auf, es ist jeden Morgen neu. Groß ist deine Treue« (Klagel. 3,22.23). Für welche »Gnadenerweise« Gottes im vergangenen Jahr (Führungen, Fügungen, Bewahrungen, Wunder, Ermutigungen) will ich Ihm danken? Wo brauche ich Sein »Erbarmen« besonders? Mit dem Lobgesang des Zacharias (Lk. 1,68-79) dürfen wir zuversichtlich ins neue Jahr blicken.
| |||||||||
|
| ||||||||||