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nächsten Text: Fürchte dich nicht, glaube nur! (I) vorherigen Text: Jesus nimmt sich immer Zeit für Menschen, die Seine Hilfe brauchen Archiv Datum: Samstag, 30.04.2005 Bibelstelle: Markus 5,27-34; Psalm 91,14.15 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Vor Gott können, müssen und dürfen wir keine dunklen Geheimnisse haben Markus-Evangelium 5,27 Als die von Jesus hörte, kam sie in der Menge von hinten heran und berührte sein Gewand. 5,28 Denn sie sagte sich: Wenn ich nur seine Kleider berühren könnte, so würde ich gesund. 5,29 Und sogleich versiegte die Quelle ihres Blutes, und sie spürte es am Leibe, daß sie von ihrer Plage geheilt war. 5,30 Und Jesus spürte sogleich an sich selbst, daß eine Kraft von ihm ausgegangen war, und wandte sich um in der Menge und sprach: Wer hat meine Kleider berührt? 5,31 Und seine Jünger sprachen zu ihm: Du siehst, daß dich die Menge umdrängt, und fragst: Wer hat mich berührt? 5,32 Und er sah sich um nach der, die das getan hatte. 5,33 Die Frau aber fürchtete sich und zitterte, denn sie wußte, was an ihr geschehen war; sie kam und fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit. 5,34 Er aber sprach zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht; geh hin in Frieden und sei gesund von deiner Plage! Psalm 91,14 «Er liebt mich, darum will ich ihn erretten; er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen. 91,15 Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen. Nicht der Griff nach dem Gewand, das Jesus trug, half der Frau, sondern der »Griff des Glaubens« nach dem wahren Arzt. Dass die chronisch Kranke nicht abergläubisch an einem Stück Stoff von einem Heiligen hing, zeigt ihr Gedanke: »Wenn ich auch nur seine Kleider berühre, werde ich gesund« (V. 28). Nur den Saum seines Gewandes berühren das genügt. Mag der Glaube dieser Frau in den Augen mancher als dumm aussehen, Gott »kann auch an einen unreinen Glauben anknüpfen, wenn er nur kindlich und ganz auf ihn gerichtet ist. Und sie spürte die Heilung sofort an ihrem Leibe. Eine wahre Geißel war von ihr genommen« (G. Maier). Die Frau war »von hinten«, also unerkannt, zu Jesus hingetreten, aber sie sollte nicht unerkannt von ihm zurücktreten. Der Herr hatte sofort gemerkt, dass eine heilende Kraft von ihm ausgegangen war, und wandte sich um und sprach: »Wer hat meine Kleider berührt?« Jesus holt die Frau aus der Anonymität. Bei ihm geht es sehr persönlich zu. Er sucht das seelsorgerliche Gespräch, weil er weiß, dass die Frau jemanden braucht, dem sie ihr Herz ausschütten kann. Der Herr weiß auch, dass das schwer ist. »Die Frau fürchtete sich und zitterte.« Aber dann tut sie das einzig Richtige: Sie anerkennt Jesus als ihren Herrn und »sagte ihm die ganze Wahrheit«. Vor Gott können, müssen und dürfen wir keine dunklen Geheimnisse haben. Jesus will uns helfen, ganz ehrlich zu werden. Was immer uns bedrücken mag ob es Sorgenlasten, Ängste oder verborgene Schlupfwinkel der Sünde sind wir müssen daran nicht »verschmachten« (vgl. Ps. 32,2-5.7-11; Jo. 4,16-19.29), sondern dürfen zu ihm in die Beichte gehen und seinen Zuspruch hören: »Meine Tochter, mein Sohn, dein Glaube hat dich gerettet, geh hin in Frieden.«
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