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Datum: Sonntag, 01.05.2005
Bibelstelle: Markus 5,35.36
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Fürchte dich nicht, glaube nur! (I)



Markus-Evangelium

5,35 Als er noch so redete, kamen einige aus dem Hause des Vorstehers der Synagoge und sprachen: Deine Tochter ist gestorben; was bemühst du weiter den Meister?

5,36 Jesus aber hörte mit an, was gesagt wurde, und sprach zu dem Vorsteher: Fürchte dich nicht, glaube nur!



Was mag unser Prominenter gedacht und empfunden haben bei diesem Stillstand auf der Straße? Wie nervös und mutlos können wir werden, wenn wir Jesus unsere Bitten vorgetragen haben und – es geht nicht vorwärts (vgl. Spr. 13,12a). Vielleicht hat Jaïrus im Herzen die alten Gebete, die ihm vertraut waren, oder wenigstens ein paar Sätze davon gesprochen: »Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe ist und mein Gott« (Ps. 42,6; vgl. 25,1-6; 40,13.14.18). Vielleicht konnte Jaïrus aber vor Kummer auch keinen klaren Gedanken fassen. Es kann einem wirklich angst und bange werden bei der Vorstellung: Jesus kann helfen, aber es könnte doch zu spät sein. – Zu spät! »Deine Tochter ist gestorben.« Wie ein Keulenschlag muss Jaïrus diese Nachricht getroffen haben, auch wenn er sie im Stillen erwartet hat. Doch viel schlimmer als die Todesnachricht bohrt die Frage: »Was bemühst du weiter den Meister?« Mit andern Worten: »Geh nach Hause, richte die Beerdigung aus – aber glaub nicht, dass Jesus hier noch helfen kann. Tot ist tot!« Wie grausam können Gedanken sein! Wie viele Zweifel und Ängste, wie viel Einsamkeit im Herzen anderer mögen unsere Worte in hilfloser und hoffnungsloser Lage schon ausgelöst haben? Wir sind oft überfordert, einer Not richtig zu begegnen. Umso wichtiger ist die Tatsache: Wir dürfen den Meister bemühen. Denn Jesus hat eine persönlich zugeschnittene Hilfe. – Der Herr »hörte das geredete Wort mit an« (so die wörtliche Übersetzung). Er mischte sich nicht ein, er tadelte nicht, sondern ermutigt. Sein Zuspruch »Fürchte dich nicht, sondern glaube nur!« schützt den Schwachen und richtet den Blick des Niedergebeugten auf Gottes Allmacht. Zur Ermutigung: Psalm 27,1-10.





 

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