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Nächste Andacht: Wir brauchen Jesus, den Herrn über den Tod Vorige Andacht: Fürchte dich nicht, glaube nur! (I) Andachtarchiv Aidlinger Bibellese Datum: Montag, 02.05.2005 Bibelstelle: Markus 5,36-42; Jesaja 43,1-5 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Fürchte dich nicht, glaube nur! (II) Markus-Evangelium 5,36 Jesus aber hörte mit an, was gesagt wurde, und sprach zu dem Vorsteher: Fürchte dich nicht, glaube nur! 5,37 Und er ließ niemanden mit sich gehen als Petrus und Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus. 5,38 Und sie kamen in das Haus des Vorstehers, und er sah das Getümmel, und wie sehr sie weinten und heulten. 5,39 Und er ging hinein und sprach zu ihnen: Was lärmt und weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, sondern es schläft. 5,40 Und sie verlachten ihn. Er aber trieb sie alle hinaus und nahm mit sich den Vater des Kindes und die Mutter und die bei ihm waren, und ging hinein, wo das Kind lag, 5,41 und ergriff das Kind bei der Hand und sprach zu ihm: Talita kum! - das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf! 5,42 Und sogleich stand das Mädchen auf und ging umher; es war aber zwölf Jahre alt. Und sie entsetzten sich sogleich über die Maßen. Jesaja 53,1 Aber wer glaubt dem, was uns verkündet wurde, und wem ist der Arm des HERRN offenbart? 53,2 Er schoß auf vor ihm wie ein Reis und wie eine Wurzel aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und Hoheit. Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen hätte. 53,3 Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, daß man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet. 53,4 Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. 53,5 Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt. In unserer Sprache hören wir oft nur die Befehlsform: »Fürchte dich nicht, sondern glaube nur!« In der biblischen Sprache schwingt viel mehr mit. Wenn Gott spricht: »Fürchte dich nicht!«, ist dies eigentlich eine Liebeserklärung an uns, die seine große Treue zu uns offenbart. Gerade jetzt, Jaïrus, wo dir der Boden unter den Füßen wankt, ist Gott da. Er steht zu dir. Er hat dich lieb. Auch der grausame Tod kann dich letztlich nicht von seiner Liebe trennen. (Lies Rö. 8,35.38.39.) In diese Treue-Zusage des allmächtigen Herrn können wir uns selbst loslassen, wie ein übermüdeter Wanderer sich in ein warmes Bett fallen lässt. Das meint dieses »Glaube nur!« denn Gottes liebevolle Fürsorge und seine grenzenlose Treue trägt. Oder haben wir uns je ernsthafte Sorgen darum gemacht, ob unser Bett uns aushält? Es trägt und wen schon einmal der Drehschwindel gepackt hat, der weiß sein Bett besonders zu schätzen. Das Bett trägt uns, keine Frage, und wir liegen sicher und geborgen drin. Gerade jetzt, Jaïrus, da dir das Glauben schwer gemacht wurde und du dich ängstlich fragst, ob Jesus wirklich helfen kann, darfst du dich ihm ganz neu anvertrauen. Er steht am Ufer deiner Ohnmacht. Er geht den beschwerlichen Weg ins Trauerhaus mit. Es ist gut, wenn Jesus dabei ist. Er hat Großes vor. Neugierigen und Schaulustigen aber zieht der Herr mit heiligem Ernst eine Grenze (V. 37). Besondere Offenbarungen Gottes (V. 41.42) sind keine Galavorstellung des Himmels, sondern Nachhilfestunde Gottes für glaubens-behinderte Leute. (Vgl. Mt. 17,1-8; 2. Ko. 12,1-9; siehe jedoch Mt. 4,3.5.6.) Heute wollen wir uns fragen: Lasse ich Jesus meine armseligsten Schwachpunkte sehen? Kann ich mit ihm darüber sprechen? Was blockiert mein Vertrauen? In welches Trostwort von ihm möchte ich mich jetzt »fallen lassen«?
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