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nächsten Text: Der traurigste Psalm I vorherigen Text: Aller Völker Gott ist unser Gott Archiv Datum: Samstag, 07.05.2005 Bibelstelle: Psalm 87,7; Jesaja 12,2.3 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Auf, Ihr Durstigen alle, kommt zum lebendigen Wasser! Psalm 87,7 Und sie singen beim Reigen: Alle meine Quellen sind in dir! Jesaja 12,2 Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht; denn Gott der HERR ist meine Stärke und mein Psalm und ist mein Heil. 12,3 Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Heilsbrunnen. »Der französische Dichter Saint-Exupéry war während des Zweiten Weltkrieges als Kurier und Aufklärungsflieger eingesetzt. Auf einem seiner Flüge musste er in einer verlassenen Wüstengegend Afrikas notlanden. Die Maschine ging zu Bruch, und Saint-Exupéry irrte tagelang durch die Wüste. Schon halb verdurstet, wurde er von Nomaden gefunden, die ihm kleine Schlucke Wasser zu trinken gaben und sein Leben retteten. Damals schrieb er in sein Tagebuch: Wasser, du hast weder Geschmack noch Farbe. Man kann dich nicht beschreiben. Es ist nicht nur so, dass man dich zum Leben braucht, du selber bist das Leben! Du durchdringst uns als Labsal, dessen Köstlichkeit keiner unserer Sinne auszudrücken vermag. Durch dich kehren uns alle Kräfte zurück, die wir schon verloren gaben ... Du bist der köstlichste Besitz unserer Erde« (nach A.Kühner). Wie Recht hat er! Doch dieses Wasser stillt nur vorübergehend den Durst. Wir brauchen mehr, wenn wir wahrhaft leben wollen. Jesus spricht von dem »lebendigen« Wasser: »Wer von diesem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird nicht dürsten in Ewigkeit« (Jo. 4,10-14). Der Prophet Hesekiel sieht in einer seiner Visionen aus dem Heiligtum Wasser hervorsprudeln, das zu einem mächtigen Strom wird und alles heilt, was mit ihm in Berührung kommt und sogar das Salzmeer in einen fischreichen Süßwassersee verwandelt, d.h. Leben wirkt, wo der Tod herrschte (Hes. 47,1-12). Und Jesaja ruft im Auftrag Gottes seinem Volk zu: »Auf, ihr Durstigen alle, kommt zum Wasser, neigt euer Ohr und kommt zu mir! Hört, und eure Seele wird leben« (Jes. 55,1.3). Vielleicht sind einige unter uns gerade ermattet und ausgelaugt, aus ganz unterschiedlichen Gründen erschlafft und kraftlos. Sollte Jesus, der der Frau am Jakobsbrunnen neues Leben gab, nicht in der Lage sein, dem Müden und Enttäuschten heute dieses »lebendige Wasser« zu reichen?
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