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Datum: Donnerstag, 12.05.2005
Bibelstelle: Psalm 88,11-14; 139,7-12
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Der traurigste Psalm V



Psalm

88,11 Wirst du an den Toten Wunder tun, oder werden die Verstorbenen aufstehen und dir danken? SELA.

88,12 Wird man im Grabe erzählen deine Güte und deine Treue bei den Toten?

88,13 Werden denn deine Wunder in der Finsternis erkannt oder deine Gerechtigkeit im Lande des Vergessens?

88,14 Aber ich schreie zu dir, HERR, und mein Gebet kommt frühe vor dich:

139,7 Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht?

139,8 Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da.

139,9 Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer,

139,10 so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.

139,11 Spräche ich: Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein -,

139,12 so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtete wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht.



»Wirst du an den Toten Wunder tun?« – Ja, Heman, genau das wird Gott tun: an den geistlich Toten und an denen, die im Buch des Lebens verzeichnet sind. Der Tod konnte den Sohn Gottes nicht festhalten, ebenso auch die nicht, die den Namen des Herrn angerufen haben. »Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird errettet werden« (Joel 3,5). – »Oder werden die Gestorbenen aufstehen und dich preisen?« – Genau das werden sie tun, alle, die »im Herrn« gestorben sind. Eine unzählbare Schar preist Gott und das Lamm in der Herrlichkeit (lies Offb. 7,9-12). Als Jesus am Kreuz starb, ging eine Welle der Erschütterung durch das Totenreich: »Siehe, die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, und die Grüfte taten sich auf, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt; und sie gingen nach seiner Auferweckung aus den Grüften und gingen in die Heilige Stadt und erschienen vielen« (Mt. 27,51-53).



In einer Beziehung hat Heman mit seiner Klage sogar Recht: Im Bereich der Finsternis, im Reich Satans wird tatsächlich von den Verstorbenen kein Lob zu hören sein. Dort ist die Klage über das unwiderrufliche Gericht, das ihrer wartet. – Pfarrer A.Kühner schreibt: »Auf einem Kalenderblatt lese ich einen Spruch, der mir zu denken gibt: ›Nimm das Leben nicht so ernst, denn du kommst am Ende ja doch nicht lebend davon!‹ Das bedeutet: ›Nimm das Leben leicht und locker, denk nicht an morgen und die anderen, denn am Ende steht ja ohnehin der Tod!‹ Das ist der Weg ins Aus und in den Untergang. Darum würde ich sagen: Nimm das Leben und Gott, dich und die anderen, deine Herkunft und Zukunft, nimm Gottes Wort und seine Liebe ganz ernst, und du kommst immer lebend davon.« (Lies 1. Ko. 15,32b; 1. Jo. 5,12.)





 

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