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27.05. Der Heilige Geist hält uns in der Demut

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25.05. Die Gabe des Geistes stellt uns in die Verantwortung.

24.05. Die Frucht des Heiligen Geistes

23.05. Der Heilige Geist wirkt geistliche Frucht

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Datum: Dienstag, 24.05.2005
Bibelstelle: Galater 5,22; Epheser 2,4-10; 2.Petrus 1,3-11
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Die Frucht des Heiligen Geistes



Galaterbrief

5,22 Dagegen bringt der Heilige Geist in unserem Leben nur Gutes hervor: Liebe und Freude, Frieden und Geduld, Freundlichkeit, Güte und Treue, Besonnenheit und Selbstbeherrschung.



Epheserbrief

2,4 Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat,

2,5 auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht - aus Gnade seid ihr selig geworden -;

2,6 und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus,

2,7 damit er in den kommenden Zeiten erzeige den überschwenglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte gegen uns in Christus Jesus.

2,8 Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es,

2,9 nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.

2,10 Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, daß wir darin wandeln sollen.



2.Petrusbrief

1,3 Alles, was wir brauchen, um ein Leben zu führen, wie es Gott gefällt, hat uns Christus geschenkt. Denn durch ihn haben wir Gott kennengelernt, der uns in seiner Macht und Herrlichkeit zu einem neuen Leben berufen hat.

1,4 Dadurch hat er uns das Größte und Wertvollste überhaupt geschenkt: Seine Zusagen, daß alle, die dem verdorbenen und todbringenden Wesen dieser Welt entflohen sind, an Gottes ewigem Wesen und Leben Anteil haben werden.

1,5 Deshalb setzt alles daran, und beweist durch einen vorbildlichen Lebenswandel, daß ihr an Gott glaubt. Jeder soll sehen, daß ihr Gott kennt.

1,6 Diese Erkenntnis Gottes zeigt sich in eurer Selbstbeherrschung. Selbstbeherrschung lernt man nur in Geduld und Ausdauer, und dadurch wieder kommt man zur wahren Liebe und Ehrfurcht vor Gott.

1,7 Wer Gott liebt, wird auch seine Brüder lieben, und schließlich werden alle Menschen diese Liebe zu spüren bekommen.

1,8 Wenn ihr diesen Weg geht und dabei weiter vorankommt, wird euer Christsein nicht leer und wirkungslos bleiben.

1,9 Wer aber nicht auf diesem Weg ist, der tappt wie ein Blinder im Dunkeln, weil er vergessen hat, daß er von seiner Schuld befreit wurde.

1,10 Setzt deshalb alle eure Kräfte ein, daß ihr euch darin bewährt, wozu Gott euch berufen und auserwählt hat. Wenn ihr das tut, werdet ihr nicht vom richtigen Weg abkommen,

1,11 und die Tür zum ewigen Reich unseres Herrn und Retters Jesus Christus wird dann für euch weit geöffnet sein.



Die Frucht des Heiligen Geistes ist menschlich nicht planbar und machbar. Sie wächst im Leben eines Jesus-Jüngers aber auch nicht einfach automatisch. Denn unser Wille, unsere Entscheidungsfähigkeit und unser konkretes Tun und Lassen will der Herr in sein Wirken einbeziehen. Doch Wachstum und Gedeihen liegen in Gottes Hand: 1. Korinther 3,6. »Manche stellen sich den Besitz und die Wirksamkeit des Heiligen Geistes wie etwas Unnatürliches, Geschraubtes vor. Nein, der Heilige Geist macht uns zu echten Menschen, – Menschen, die ihrer Bestimmung auf Erden entsprechen und ihrer Ewigkeits- und Herrlichkeitsbestimmung entgegenreifen! Das Ebenbild Gottes strahlt immer klarer aus einem Gläubigen, in welchem der Heilige Geist wirkt: ›Ihr werdet erneuert im Geiste eurer Gesinnung und habt angezogen den neuen Menschen, der nach Gott geschaffen ist in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit.‹ (Lies Rö. 6, 4-11; 2. Ko. 4,16.) – Die einzelnen Charakterzüge des neuen Menschen sind kostbar; der Heilige Geist bringt sie hervor. Er ist die Kraft des Lebens von Christus« (Chr. v. Viebahn). Schauen wir die Frucht des Geistes nun etwas genauer an! Der Heilige Geist wirkt:



• Liebe: Gemeint ist die Agape-Liebe, die heilige, selbstlose Liebe Gottes. Sie bedeutet unendliche Güte und unbesiegbares Wohlwollen. Sie hat stets das Beste für andere im Auge, selbst dann, wenn diese Böses planen und tun (siehe Rö. 5,8). »Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm« (1. Jo. 4,16; vgl. Rö. 12,9.10; Phil. 1,9).



• Freude: Dieses Wort drückt in der Ursprache vor allem eine Freude aus, die sich auf Gott und den Glauben gründet. Herr, »du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich« (Ps. 16,11; lies Ps. 30,12.13; Rö. 15,13; Phil. 1,4.25).



• Frieden: Dieser ist eng verbunden mit der Liebe und Freude Gottes, die er bei uns zur Entfaltung bringt. »Großen Frieden haben, die dein Gesetz lieben; sie werden nicht straucheln« (Ps. 119,165; vgl. Hes. 37,26). Der Friede meint auch die heitere Gelassenheit des Herzens, die von dem Bewusstsein herrührt, dass wir in Gottes guter Hand sind.



• Geduld: Der Begriff heißt wörtlich »Großmut« oder »Langmut« und beschreibt die Nachsicht einer Person, die sich auch dann nicht rächt, wenn sie die Gelegenheit dazu hat (vgl. 1. Ko. 13,4.5). Wie halten wir's mit Matthäus 18,21-35 in unserem Miteinander?



• Freundlichkeit und Güte sind eng miteinander verwandte Ausdrücke. Beide sprechen von wohltuender Milde. Dabei liegt der Akzent beim Begriff »Freundlichkeit« auf Hilfsbereitschaft pur, während »Güte« oder »Gütigkeit« auch Tadel und Korrektur mit einschließt. (Lies Rö. 15,14; Eph. 5,9; 2. Thess. 1,11.) Wir brauchen als Christen die Güte, die freundlich und fest zugleich ist.



• Treue ist das Merkmal zuverlässiger, unparteiischer Personen. Da Gott selber die Treue in Person ist und wir von seiner Treue leben, erweisen auch wir uns als treue Mitarbeiter und Diener in seinem Reich. »Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu« (Lk. 16,10).



• Sanftmut kennzeichnet ein Dreifaches: die Ergebung in den Willen Gottes (Mt. 11,29; 21,4.5) und die innere Haltung der Lernbereitschaft. Es ist gut, wenn ein Christ nicht zu stolz ist, noch etwas hinzuzulernen. Zum dritten meint Sanftmut ein behutsames, sorgfältiges und überlegtes Handeln (siehe Spr. 18,13; 25,15.28; Rö. 12,8; Eph. 4,2; 5,15.16).



• Selbstbeherrschung bezeichnet die Selbstdisziplin des Wettkämpfers (1. Ko. 9,25). Es geht für uns darum, uns selbst so zu disziplinieren, dass wir fähig werden, anderen Menschen zu dienen. Dazu Sprüche 16,32 und Römer 14,17.18.





 

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