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nächsten Text: Ein Brief Christi II vorherigen Text: Ein Brief Christi I Archiv Datum: Montag, 30.05.2005 Bibelstelle: 2.Korinther 3,3: Jeremia 31,33 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Steinerne und fleischerne Herzen 2.Korintherbrief 3,3 Jeder weiß auch, daß ihr selbst ein Brief Christi seid, den wir in seinem Auftrag geschrieben haben; wenn auch nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Gesetzestafeln wie bei Mose, sondern in eure lebendigen Herzen. Jeremia 33 Der neue Bund mit dem Volk Israel wird ganz anders aussehen: Ich schreibe mein Gesetz in ihr Herz, es soll ihr ganzes Denken und Handeln bestimmen. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. Paulus bleibt bei seinem Bild eines Briefes, entfaltet es aber in eine neue Richtung: »Ihr seid ein Brief von Christus.« Zwei Aspekte hebt Paulus hervor, die diesen Brief in besonderer Weise auszeichnen. Er ist nicht mit Tinte geschrieben, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes. Das Schreibmaterial »Tinte« ist totes Material. Tinte kann man wegwischen, auslöschen. Gottes Geist ist lebendig und schafft Lebendiges in den Menschen, die sich für Gott öffnen. Es wird nicht nur etwas »notiert«. Neues Leben beginnt und kann sich entfalten. Ein Brief von Christus ist nicht auf steinerne Tafeln geschrieben, sondern auf fleischerne Herzens-Tafeln. Deutlich erkennen wir den Bezug zu den Gebote-Tafeln (2.Mose 24,12). Die guten Worte Gottes verändern den Menschen nicht automatisch. Sie zeigen vielmehr den Anspruch Gottes an sein Leben. Davor kann man sich verschließen. Wo die Maßstäbe Gottes missachtet werden, spricht die Bibel von steinernen, geistlich toten Herzen. Nur ein neues Herz kann in diesem Fall noch Abhilfe schaffen. Es war eine Weltsensation, als am 3.12.1967 der Herzchirurg Professor Barnard in Kapstadt die erste Herztransplantation wagte. Seit diesem Zeitpunkt hat es Herzverpflanzungen in aller Welt gegeben und zahlreiche Patienten sind mit ihrem Spenderherzen alt geworden. Für die Ewigkeit aber hatte es keine Bewandtnis. Doch wenn Gott mein altes, steinernes Herz nimmt und ein neues, fleischernes gibt, dann wird es mit meinem Leben gut für Zeit und Ewigkeit. »Ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun« (Hes. 36,26.27). Diese Verheißung hat sich beim Pfingstfest erfüllt (Apg. 2,1-21). Seitdem schreibt Gott seine ganz besondere Geschichte in Menschenherzen.
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