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Datum: Mittwoch, 31.08.2005
Bibelstelle: Markus 6,35-44; Psalm 34,9
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Gottes Versorgungsplan



Markus-Evangelium

6,35 Als nun der Tag fast vorüber war, traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Es ist öde hier, und der Tag ist fast vorüber;

6,36 laß sie gehen, damit sie in die Höfe und Dörfer ringsum gehen und sich Brot kaufen.

6,37 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen! Und sie sprachen zu ihm: Sollen wir denn hingehen und für zweihundert Silbergroschen Brot kaufen und ihnen zu essen geben?

6,38 Er aber sprach zu ihnen: Wieviel Brote habt ihr? Geht hin und seht! Und als sie es erkundet hatten, sprachen sie: Fünf und zwei Fische.

6,39 Und er gebot ihnen, daß sie sich alle lagerten, tischweise, auf das grüne Gras.

6,40 Und sie setzten sich, in Gruppen zu hundert und zu fünfzig.

6,41 Und er nahm die fünf Brote und zwei Fische und sah auf zum Himmel, dankte und brach die Brote und gab sie den Jüngern, damit sie unter ihnen austeilten, und die zwei Fische teilte er unter sie alle.

6,42 Und sie aßen alle und wurden satt.

6,43 Und sie sammelten die Brocken auf, zwölf Körbe voll, und von den Fischen.

6,44 Und die die Brote gegessen hatten, waren fünftausend Mann.



Psalm

34,9 Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn trauet!



Eine lange Bibelstunde bei Jesus! Die Jünger »sehen auf die Uhr« (V. 35) und fordern Jesus auf, die Zuhörer-Gemeinde zu entlassen, damit sie sich noch etwas zu essen kaufen kann. Gut gemeint und vorsorglich geplant! Die Jünger wollen die Leute vor Anbruch der Dunkelheit versorgt wissen. Als ob der Herr das nicht wollte! Sein Versorgungsplan aber verfolgte die entgegengesetzte Absicht: Ihr sollt die Menschen nicht ausladen, sondern einladen! »Gebt ihr ihnen zu essen!« Wieder organisieren die Jünger – diesmal ein wenig behutsamer, indem sie Jesus fragen: »Sollen wir einkaufen gehen und ihnen zu essen geben?« Der Herr aber nimmt sich seiner Jünger an und lehrt sie, mit den wunderbaren Möglichkeiten Gottes zu rechnen. Es geht dabei um Grundlegendes:

• Jesus will alle, die zu ihm kommen, sättigen. Der gute Hirte ist der Herr des inneren und des äußeren Menschen. Gott versorgt und beschenkt ganzheitlich.

• Jesus aktiviert seine Jünger, indem er sie restlos auf die Güte Gottes reduziert. Der Herr zeigt seinen Mitarbeitern ihre Grenze, aber doch so, dass er sie nicht »fertig« macht, sondern herausfordert, das wenige, das da ist, dankbar zu sehen und zu beachten. Nicht die »großen Sprünge« sollen hier und jetzt helfen, sondern die »kleinen Schritte« der Liebe.

• Die Fäden dieser groß angelegten Essensausgabe liegen in der Hand des königlichen Gastgebers (»Hirte«). Jesus selbst lädt zur Tischgemeinschaft ein. Er bestimmt die Tischordnung und liefert als »Liegepolster« das grüne Gras. Der dankbare Aufblick zum Vater im Himmel weist auf die Quelle allen Segens hin. Von ihm darf der Beter alles erwarten. Die Jünger »vermitteln« nur, was der Vater durch den Sohn schenkt. Die Jünger steigen nicht langsam zum Herrn auf, sondern gehen dem Herrn zur Hand. Zur Vertiefung: Psalm 107,1-9; 145,15; 147,1-3.11.14.



 

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