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nächsten Text: Jesus Christus will unser Helfer in jeder Notlage sein - II vorherigen Text: Wie bedrängt auch meine Situation sein mag Jesus sieht mich Archiv Datum: Sonntag, 04.09.2005 Bibelstelle: Markus 6,48-52; Psalm 46,2-6 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Jesus Christus will unser Helfer in jeder Notlage sein - I Markus-Evangelium 6,48 Und er sah, daß sie sich abplagten beim Rudern, denn der Wind stand ihnen entgegen. Um die vierte Nachtwache kam er zu ihnen und ging auf dem See und wollte an ihnen vorübergehen. 6,49 Und als sie ihn sahen auf dem See gehen, meinten sie, es wäre ein Gespenst, und schrien; 6,50 denn sie sahen ihn alle und erschraken. Aber sogleich redete er mit ihnen und sprach zu ihnen: Seid getrost, ich bin's; fürchtet euch nicht! 6,51 und trat zu ihnen ins Boot, und der Wind legte sich. Und sie entsetzten sich über die Maßen; 6,52 denn sie waren um nichts verständiger geworden angesichts der Brote, sondern ihr Herz war verhärtet. Psalm 46,2 Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben. 46,3 Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sänken, 46,4 wenngleich das Meer wütete und wallte und von seinem Ungestüm die Berge einfielen. SELA. 46,5 Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brünnlein, da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind. 46,6 Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie fest bleiben; Gott hilft ihr früh am Morgen. Jesus schreitet auf dem Wasser seinen Jüngern entgegen. Wenn es nun von ihm heißt: »und er wollte an ihnen vorübergehen«, bedeutet dieses Vorübergehen keineswegs ein Vorbeigehen und damit ein Weggehen. Gemeint ist »nicht Verweigerung, sondern gerade tröstliche Gegenwart, wenngleich unter Wahrung einer majestätischen Hoheit. Als Gott Mose ein Zeichen gewähren wollte, dass er mit seinem Volk mitziehen wolle, sagte er: Ich will vor dir alle meine Güte vorübergehen lassen, und zu Elia in ähnlicher Lage: Und siehe, der Herr wird vorübergehen (2. Mose 33,19.22; 1. Kö. 19,11)« (A. Pohl). Wie beschämend hingegen ist die Reaktion der Jünger! Sie rechnen mit allem, sogar mit »Gespenstern«, nur nicht mit Jesus. Er ist weit weg für sie. So buchen sie die Zeichen seiner Gegenwart falsch. Statt zu ihm hinüberzurufen, schreien sie sich gegenseitig ihre Angst vor. Haben sie denn gar nichts mitgenommen von der langen Predigt des Herrn? Haben sie die Lektion über seine wunderbare Hirtenfürsorge schon nach wenigen Stunden wieder vergessen? Der Evangelist Markus stellt eine erschütternde Diagnose: »Sie waren um nichts verständiger geworden angesichts der Brote, sondern ihr Herz war verhärtet« (V. 52). Sind wir weniger »vergesslich«? Haben wir ein tieferes Vertrauen, ein feinfühligeres, aufnahmebereiteres Herz? Ach wie können sich auch langjährige Christen in ihre Sorgen, Enttäuschungen und Mutlosigkeiten verbeißen, als gäbe es Jesus nicht! Welch ein Geschenk, dass der Herr tatsächlich nicht an den Seinen vorbeigeht und sie »sitzen lässt«! Sein Wort bringt Frieden und Ordnung in die verwickelte Lage: »Seid getrost, ich bin's; fürchtet euch nicht!« Herr Jesus, vergib mir meinen Kleinmut. Komm und hilf meiner Schwachheit auf. Auf dein Wort will ich heute neu anfangen zu beten, zu glauben, zu lieben und zu hoffen. (Lies Jes. 41,10.13.14; 51,7.12.13; Jo. 16,33.)
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