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Datum: Dienstag, 06.09.2005
Bibelstelle: 2.Korinther 4,7
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Segen und Vollmacht ist nicht an Stärke und Gesundheit gebunden



2. Korintherbrief

4,7 Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefässen, damit die überragende Grösse der Kraft von Gott sei und nicht aus uns.



Muss ein Mensch des Glaubens nicht stark sein (vgl. Jes. 40, 31), erfolgreich (vgl. 1. Mose 39,3.23) und gesund (vgl. Lk. 8,50)? Solche ausgewählten Zitate und entsprechende Äußerungen unserer Tage können zur Anfechtung werden. Auch in Korinth gab es Zweifel, inwieweit der wenig attraktive Alltag von Paulus mit seiner Botschaft zusammenpasste. War er nicht viel zu schwach (2. Ko. 10,10; 11,30)? War sein Weg nicht von zu viel Leiden und Erfolglosigkeit gezeichnet (2. Ko. 11,24-28)? Mit wenigen Worten korrigiert Paulus diesen geistlich falschen Denkansatz. Gott kann wohl Stärke, Erfolg und Gesundheit freundlich gewähren. Segen und Vollmacht jedoch ist daran nicht unweigerlich gebunden. Es gilt: »Wir haben diesen Schatz in irdenen Gefäßen. « Irdene Gefäße zählten zu den üblichen und bewährten Behältern, um Lebensmittel wie Getreide und Wasser oder andere Artikel wie zum Beispiel Schriftrollen sicher zu verwahren. Solche zerbrechlichen Tonkrüge waren nur von geringem Eigenwert.



Das Bild des Schatzes steht hier für die Erkenntnis von Jesus als dem Christus und für das Zeugnis von ihm als dem Sohn Gottes und Herrn dieser Welt (4,6). »Merkwürdig, dass Gott diesen Schatz, zu dem es in der Menschheitsgeschichte keine Parallele gibt, so kümmerlichen Werkzeugen anvertraut hat, wie wir Menschen sind. Die Botschaft von Jesus ist ein Diamant, der eine goldene Fassung braucht. Kein Mensch ist ein Gefäß, das dem Wert dieser Botschaft entspricht« (E. Schnepel). Andererseits sorgen gerade Schwachheit und Unzulänglichkeit der Boten dafür, dass Schatz und Gefäß nicht verwechselt werden können. Die Versuchung, den Menschen statt Gott zu bewundern, war und ist zu allen Zeiten gefährlich groß. Darum gilt: »Das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist, damit sich kein Mensch vor Gott rühme« (1. Ko. 1,28.29; vgl. 5. Mose 8,17.18; Richt. 7,2).



 

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