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11.09. Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir

10.09. Jesu Lebensspur folgen und andere mitnehmen

09.09. Ich glaube – darum rede ich

08.09. Jesus zum Dienst in Kampf und Streit bereit stehen

07.09. Der HERR lässt seinen Diener und seine Magd niemals allein

06.09. Segen und Vollmacht ist nicht an Stärke und Gesundheit gebunden

05.09. Jesus Christus will unser Helfer in jeder Notlage sein - II
 
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Datum: Donnerstag, 08.09.2005
Bibelstelle: 2.Korinther 4,10-12; 1.Korinther 15,30.31
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Jesus zum Dienst in Kampf und Streit bereit stehen



2. Korintherbrief

4,10 ... allezeit das Sterben Jesu am Leib umhertragend, damit auch das Leben Jesu an unserem Leibe offenbar werde.

4,11 Denn ständig werden wir, die Lebenden, dem Tod überliefert um Jesu willen, damit auch das Leben Jesu an unserem sterblichen Fleisch offenbar werde.

4,12 Folglich wirkt der Tod in uns, das Leben aber in euch.



1.Korintherbrief

15,30 Und was stehen wir dann jede Stunde in Gefahr?

15,31 So wahr ihr, liebe Brüder, mein Ruhm seid, den ich in Christus Jesus, unserm Herrn, habe: ich sterbe täglich.



Nun geht Paulus einen Schritt weiter. Er versteht sein Leiden nicht nur als Teil seiner Nachfolge, sondern zugleich als Teilhabe am Leidens- und Sterbensweg seines Herrn. Dabei hat er nicht in erster Linie das Passionsgeschehen im Blick. »Auf Golgatha fasst sich nur in den wenigen Stunden am Kreuz zusammen, was dem ganzen Leben des irdischen Jesus von seiner Krippe an die Todesgestalt gab« (W. de Boor). Er verließ die Herrlichkeit beim Vater und wurde ein sterblicher Mensch (Phil. 2,6-8). Er erlebte Ablehnung und Demütigung (Mt. 9,4; Lk. 9,52-55). Er verzichtete auf eine eigene Familie, persönlichen Besitz und irdische Sicherheiten (Mt. 8,20; 2. Ko. 8,9). Er ertrug Verleumdung und tödliche Feindschaft (Mt. 12,24; Mk. 3,6). Er hielt Unverständnis und Verlassenheit aus (Mt. 16,8-11; 26,56; Jo. 14,9). Er lebte das Geheimnis: »Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht« (Jo. 12,24).



In diesem Sinne kann Paulus seine Schwierigkeiten und Kämpfe einordnen und für sich annehmen. Er zeigt auf, dass Sterbenswege nicht Abwesenheit von Gottes Güte und Fürsorge bedeuten. Ihr eigentliches Ziel heißt ja Leben. Menschen können erkennen: So vermag nur Gott selbst mit Zeugenmut auszurüsten und in Schwachheit zu stärken. Auch für die Korinther waren die Todesgefahren des Paulus Anlass, in Jesus Christus das wahre Leben zu finden (Vers 12). Offen bleibt, wann dieser Glaube die Korinther selbst gefahrvolle Wege führen wird, damit andere Menschen gerettet werden. Mit dem Liederdichter F. M. von Zaremba können wir beten: Du starbest selbst als Weizenkorn und sankest in das Grab; belebe denn, o Lebensborn, die Welt, die Gott dir gab! Send Boten aus in jedes Land, dass bald dein Name werd bekannt, dein Name voller Seligkeit. Auch wir stehn dir zum Dienst bereit; zum Dienst in Kampf und Streit.



 

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