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nächsten Text: Ohne Spannung würde der Bogen keinen Pfeil schießen vorherigen Text: Jesu Lebensspur folgen und andere mitnehmen Archiv Datum: Sonntag, 11.09.2005 Bibelstelle: 2.Korinther 4,16; Galater 2,20 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir 2.Korintherbrief 4,16 Deshalb ermatten wir nicht, sondern wenn auch unser äußerer Mensch aufgerieben wird, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert. Galaterbrief 2,20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben. Die Begriffe äußerer und innerer Mensch sind der griechischen Philosophie entlehnt. Dabei wurde die Bedeutung des Körpers niedriger eingeschätzt als die des Geistes. Paulus verwendet beide Begriffe unter einem völlig neuen Vorzeichen. Er versteht sie auf dem Hintergrund dessen, was Jesus für uns bewirkt hat und ist. Der äußere Mensch ist dabei keinesfalls nur als »Leib« oder »Fleisch« zu verstehen. Paulus meint sein ganzes Leben nach Geist, Seele und Leib. »Die körperlichen Leiden ziehen ganz gewiss auch das Gefühl und das Denken in Mitleidenschaft, zermürben die Freude, verwirren das Denken und treiben bis hin zur Verzweiflung. Das alles kennt der Apostel. Er ist äußerer Mensch in Benennung seines ganzen Wesens« (H. Krimmer). Aber er bleibt bei dieser Erfahrung nicht als einziger Wahrheit stehen. Aller Betrübnis und mancherlei Verzagtheit zum Trotz weiß er von einem Erneuerungsprozess, der mit dem äußeren Verfall Hand in Hand geht. Die Bezeichnung »innerer Mensch« steht nun für das Wunder des neuen Lebens, das Gott durch seinen Geist in einem Menschen des Glaubens schafft. Es ist der »Christus-Mensch«, der unter Gottes Einfluss trotz Leiden zu wachsen vermag. »Dass er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen« (Eph. 3,16; vgl. Kol. 3,10). Paulus unterstreicht: »Darum werden wir nicht müde.« Wir treffen an dieser Stelle auf das gleiche Wort wie in Kapitel 4,1 mit der Bedeutung »wir werden nicht mutlos«. Welcher Aspekt (Blickwinkel) kann uns in diesem Zusammenhang Mut machen? Für Paulus sind die genannten geistlichen Wahrheiten nicht abgehobene Theorie. Er rechnet mit ihnen als hilfreichem Tatbestand in den Spannungsfeldern seines Lebens.
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