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nächsten Text: Blickrichtung vorherigen Text: Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir Archiv Datum: Montag, 12.09.2005 Bibelstelle: 2.Korinther 4,17; Römer 8,17.18 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Ohne Spannung würde der Bogen keinen Pfeil schießen 2. Korintherbrief 4,17 Denn das schnell vorübergehende Leichte der Drangsal bewirkt uns ein über die Massen überreiches, ewiges Gewicht von Herrlichkeit. Römerbrief 8,17 Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, wenn wir denn mit ihm leiden, damit wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden. 8,18 Denn ich bin überzeugt, daß dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll. In der Auseinandersetzung mit Vers 17 stellen sich spontan zwei Fragen: 1. Wie kann Trübsal, also das Leiden im Dienst für Jesus bis hin zum Martyrium, als leicht bewertet werden? Eine freie Übersetzung lautet sogar: »Das augenblickliche Leichtgewicht der Drangsal wirkt im Übermaß zum Übermaß ein ewiges Schwergewicht an Herrlichkeit für uns.« In diesem anschaulichen Gegensatz liegt eine Verstehenshilfe. Die Trübsal wird nicht deshalb als leicht eingeschätzt, weil jemand das Leid in seinem Ausmaß ausblendet. Es ist der Vergleich mit einem überragenden Gegengewicht, der zu diesem Ergebnis führt. »Gemessen an der eigenen Kraft des Paulus war die Drangsal in der Provinz Asia unerträglich schwer. Nun aber misst er sein Leiden für Jesus am Schwergewicht der Herrlichkeit, das schon darum dem Gewicht der Drangsal unendlich überlegen ist, weil es Ewigkeit besitzt« (W. de Boor). 2. Wie kann Trübsal eine gewichtige Herrlichkeit »schaffen«? Wir treffen hier auf ein Wort aus dem Bereich der Landwirtschaft. Der Begriff »schaffen« spielt auf die Feldbestellung an, auf das Umpflügen des Bodens. Nur auf einem bestellten Feld wächst Frucht. Es bleibt ein Geheimnis, wie Gott gerade durch schwere Wege den Boden bereiten kann, damit Menschen in seine Gemeinschaft hineinwachsen. Diese Gemeinschaft in Vollendung zu erleben wird überwältigende Herrlichkeit bedeuten. (Lies 1. Jo. 3,2; 1. Petr. 1,3-6.) Den Segen des Leidensgewichtes beschreibt ein Zeitgenosse so: »Ohne Schwere würde der Anker das Boot nicht halten. Ohne Widerstand würde der Muskel nicht wachsen. Ohne Spannung würde der Bogen keinen Pfeil schießen. Ohne Belastung wüssten wir nicht die Grenzen der Belastbarkeit. Ohne Gewicht bliebe der Same nicht in der Erde. Ohne Ballast wäre der Ballon nicht zu dirigieren. Ohne Schwere würde ich davonfliegen, weder Halt haben noch geben, und ohne Verständnis sein für die Schwere der Welt!«
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