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nächsten Text: Christen sind immer verbunden mit der zukünftigen Heimat vorherigen Text: Vorbereitung für den Umzug in eine bessere Wohnung Archiv Datum: Donnerstag, 15.09.2005 Bibelstelle: 2.Korinther 5,2-4 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Nur wer jetzt Christus angezogen hat, ist später richtig gekleidet 2. Korintherbrief 5,2 Denn in diesem freilich seufzen wir und sehnen uns danach, mit unserer Behausung aus dem Himmel überkleidet zu werden, 5,3 insofern wir ja bekleidet, nicht nackt erfunden werden. 5,4 Denn wir freilich, die in dem Zelt sind, seufzen beschwert, weil wir nicht entkleidet, sondern überkleidet werden möchten, damit das Sterbliche verschlungen werde vom Leben. Paulus bewegt sehr der Gedanke an eine neue Existenz in der ewigen Herrlichkeit. Nun spricht er von dem Umzug in die himmlische Heimat im Sinne eines Kleiderwechsels. Ein ähnlicher Vergleich begegnet uns an anderer Stelle. Im Gleichnis von der königlichen Hochzeit erzählt Jesus von einem Mann, der nicht willkommen war, weil er kein hochzeitliches Gewand trug (Mt. 22,11-13). Und in Offenbarung 3,5 lesen wir: »Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden; und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.« Nur wer im irdischen Leben Christus angezogen hat, ist in der neuen Welt richtig gekleidet (Gal. 3,27). Trotz zuversichtlicher Glaubensgewissheit verschweigt Paulus die mit dem Abschied verbundene Not nicht. Sterben ist schwer. Der letzte Feind ist der Tod (1. Ko. 15,26). Auch der Apostel würde es vorziehen, nicht einen schweren Todeskampf kämpfen zu müssen. Lieber als den leidvollen Schritt durch das Todestor wünscht er den unmittelbaren Übergang von dieser Zeit in die göttliche Wirklichkeit. Ein solcher Wechsel wird sich bei der Wiederkunft von Jesus ereignen (1. Thess. 4,15-17). Die Gläubigen werden von ihm geholt, ohne dass sie erst sterben und damit »ausgezogen« werden müssen. In 1. Korinther 15,52.53 scheint Paulus damit zu rechnen, die Wiederkunft selber erleben zu können. »Inzwischen ist ihm die andere Möglichkeit, dass er durch die Bitterkeit des Todes hindurch muss, näher gerückt worden. So fasst er in unserem Abschnitt die Lage ins Auge, die sich ergibt, wenn seine irdische Zeltwohnung abgebrochen werden sollte« (O. Schmitz). In den Grenzen unseres Menschseins gehören Seufzen und Erwartung zusammen. In der Gemeinschaft mit Jesus findet beides seinen Sinn und finden wir den notwendigen Halt (Rö. 8,38.39).
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