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Datum: Samstag, 17.09.2005
Bibelstelle: 2.Korinther 5,6.7
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen



2. Korintherbrief

5,6 So [sind wir] nun allezeit guten Mutes und wissen, dass wir, während einheimisch im Leib, wir vom Herrn ausheimisch sind

5,7 - denn wir wandeln durch Glauben, nicht durch Schauen.



Ein Blick in die unsichtbare Wirklichkeit oder eine himmlische Begegnung – viele Menschen wünschen es sich als Glaubenshilfe. Manchen wurde es gewährt. Als ein aramäisches Heer die Stadt Dotan umstellte, um den Propheten Elisa unschädlich zu machen, fürchtete sich sein Diener sehr. Elisa erbat für ihn geöffnete Augen. »Und er sah, und siehe, da war der Berg voll feuriger Rosse und Wagen um Elisa her« (2. Kö. 6,15-17). Wir verstehen oft nicht, warum Gott so sparsam damit umgeht, uns Zeichen seiner Macht und Herrlichkeit zu geben. An seinen Jünger Thomas richtete Jesus die maßgebenden Worte: »Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben« (Jo. 20,29)! Darauf verweist uns auch Paulus. »Wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.« In einem Brief schreibt R.A. Schröder: »Das Rezept ist ja so einfach, und seine Wirkung so sicher, und doch weigert sich immer wieder der kindische Trotz unsres verzagten, verstockten und unlustigen Herzens, es zu befolgen: Fürchte nicht, glaube nur!«



Andererseits ist uns wohl bewusst, wie leicht unser Auge getäuscht werden kann, wie schnell besondere Erfahrungen durch räumliche und zeitliche Distanz an Wirkungskraft verlieren. Auf »Schauungen« ist kein Verlass. Was durchträgt, ist sein Wort. Es trägt, auch wenn uns unsere Sinne im Stich lassen und wir nicht mehr sehen und hören können. Im Vertrauen auf Gottes Wort kann Gemeinschaft mit dem Unsichtbaren und Liebe zu ihm wachsen. Petrus gibt davon Zeugnis und ermutigt: »Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch über freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Ziel eures Glaubens erlangt, nämlich der Seelen Seligkeit« (1. Petr. 1,8.9; vgl. Hbr. 11,1).







 

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