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nächsten Text: Weltgericht und Preisgericht vorherigen Text: Wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen Archiv Datum: Sonntag, 18.09.2005 Bibelstelle: 2.Korinther 5,8.9 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Wo wird der Christ nach seinem Abscheiden sein? 2. Korintherbrief 5,8 wir sind aber guten Mutes und möchten lieber ausheimisch vom Leib und einheimisch beim Herrn sein. 5,9 Deshalb setzen wir auch unsere Ehre darein, ob einheimisch oder ausheimisch, ihm wohlgefällig zu sein. Dieses Wort gibt Klarheit, dass wir durch das Sterben unmittelbar in die volle Gemeinschaft mit unserem Herrn kommen und nicht einem unbewussten Schlafzustand überantwortet werden. Es ist dieses Wort eine klassische Stelle für unsere Existenz nach dem Tod. Sie wird beschrieben als das Zuhausesein und Einheimischsein bei dem Herrn. »Hinein in die Gemeinschaft mit dem Herrn: das ist die Frucht unseres Sterbens nach diesem Wort der Schrift« (E. Schnepel). Auch in Philipper 1,23 setzt Paulus die Aussage »abscheiden« mit »bei Christus sein« gleich. (Lies Jo. 12,26; 17,24.) Offen bleibt, wie wir bis zur Wiederkunft Jesu beschaffen sein werden (1. Ko. 15,42.51-54). Wir stoßen hier an Grenzen des Verstehens und wollen anerkennen, dass Gott sich vorbehalten hat, uns nur die wesentlichen Ereignisse mitzuteilen und keine Einzel-Schilderungen. Für Paulus bedeutet die Aussicht auf vollkommene Gemeinschaft mit dem Herrn so viel, dass er sogar davon spricht, an seinem Sterben Wohlgefallen zu haben. Es ist jedoch keine mystische Todessehnsucht, die ihn dieser Welt entfremdet. Er zieht sich weder in ein Einsiedler-Dasein zurück noch kokettiert er mit dem Gedanken an den Tod. Seine Jesus-Sehnsucht bringt ihn in Bewegung, hier und jetzt ein verantwortliches Leben in der Nachfolge zu praktizieren. Jesus soll seine Freude daran haben. Die Formulierung »wir setzen unsere Ehre darein« wurde im Griechischen auch im Sport verwendet. Damit kennzeichnete man einen Läufer, der mit seiner ganzen Willenskraft und Energie das Ziel anstrebte. Ähnlich beschließt Paulus das Kapitel über die Auferstehung in 1. Korinther 15,58: »Darum, meine lieben Brüder, seid fest, unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn.« Der Hinweis auf die himmlische Heimat will also nicht einfach nur vertrösten. Er bedeutet Trost und Stärkung im Leid und setzt im Dienst für Jesus neue Kräfte frei.
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