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nächsten Text: Schätze des Glaubens für Leute von heute vorherigen Text: Wo wird der Christ nach seinem Abscheiden sein? Archiv Datum: Montag, 19.09.2005 Bibelstelle: 2.Korinther 5,10 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Weltgericht und Preisgericht 2. Korintherbrief 5,10 Denn wir müssen alle vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder empfange, was er durch den Leib [vollbracht], dementsprechend, was er getan hat, es sei Gutes oder Böses. Kann ich mit meinem Leben vor Gott bestehen? Paulus stellt sich diese Frage mit ganzem Ernst und verweist auf das bevorstehende göttliche Gericht. Die hier beschriebene Gerichtssituation ist allerdings zu unterscheiden vom sogenannten Weltgericht. (Lies Rö. 2,5-8; Offb. 20,11-13.) Es geht um die Entscheidung ewiges Leben oder ewige Verdammnis. Dem sind die Gläubigen entnommen. Jesus sagt: »Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen« (Jo. 5,24). In 2. Korinther 5,10 handelt es sich ausschließlich um eine Beurteilung der Gläubigen. Erst muss alles zwischen Christus und uns geklärt sein, bevor ungetrübte Gemeinschaft mit ihm möglich ist. Deshalb spricht er mit uns über ungeklärte Schuld (Rö. 14,10b.12; 1. Ko. 11,32) und beurteilt, was wir in der uns geschenkten Zeit mit den uns anvertrauten Gaben getan haben (1. Ko. 3,11-15). Es ist sogar von Lohn die Rede (vgl. 1. Ko. 3,8; Eph. 6,8). Dieser Lohn ist anders einzuschätzen als eine Belohnung nach dem allgemeinen Leistungsprinzip, bei dem nur der Erfolg von Bedeutung ist. Bei Gott zählt der Gehorsam, die Treue und die Liebe (Mt. 25,21). Dieses Wissen um eine letzte Verantwortung vor Jesus bewahrt vor Selbstzufriedenheit und ist Ansporn in unserem Dienst. Wir dienen, Herr, um keinen Lohn, es wär uns selbst zu Schaden, doch stehen wir um deinen Thron im Abglanz deiner Gnaden. Auch fordert keiner Dank und Recht; er wäre ja verloren: Du hast den ungetreuen Knecht dir selbst zum Sohn erkoren. Bestellst uns in die Ritterschaft, da ist uns schon gelungen, was wir durch unsre eigne Kraft in keinem Streit errungen. Erneuerst täglich deinen Bund in Jesu Christi Namen. Wir stehn auf keinem andern Grund als auf dem Deinen. Amen. (R. A. Schröder)
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