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Datum: Mittwoch, 28.02.2007
Bibelstelle: 2. KORINTHER 13, 1-4
Autor: Gabriele Gosenberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Gnade genügt X

2. Korinther 13
1 Zum dritten Mal komme ich jetzt zu euch: durch zweier oder dreier Zeugen Mund wird jede Sache festgestellt werden.
2 Ich habe es im voraus gesagt und sage es im voraus, wie das zweite Mal anwesend, so auch jetzt abwesend, denen, die zuvor gesündigt haben, und allen übrigen, dass, wenn ich wiederkomme, ich nicht schonen werde.
3 Denn ihr fordert ja einen Beweis dafür, dass Christus in mir redet, der gegen euch nicht schwach ist, sondern mächtig unter euch;
4 denn er wurde zwar aus Schwachheit gekreuzigt, aber er lebt aus Gottes Kraft; denn auch wir sind schwach in ihm, aber wir werden mit ihm leben aus Gottes Kraft euch gegenüber.



»Es gibt kein größeres Geschenk, als wenn Gott einmal gründlich an uns rüttelt und uns die Schlappheit und Brüchigkeit unseres Lebens für ihn deutlich macht. Umso bessere Bauleute am Gottesreich werden wir nach solchen Stunden des Gerichts und der Buße sein, wenn wir dadurch wieder so in die Gegenwart Gottes gerückt sind, dass sie neu unser Lebenselement wurde, dem wir uns gar nicht mehr entziehen können« (E. Schnepel). Um diese Art Erschütterung geht es, wenn Paulus für seinen geplanten Besuch strenge Maßnahmen ankündigt, die einer Gerichtsverhandlung ähneln. Er wird alle, die durch ungeklärte Sünde die Gemeinde gefährden, zur Rechenschaft ziehen. Dabei wird er das Recht beachten und Zeugen befragen. Auch schmerzliche Konsequenzen wie ein Ausschluss aus der Gemeinde können dann nicht länger aufgeschoben werden (vgl. Matth. 18, 15-20). Lange hat Paulus gewarnt, gewartet und um jeden Einzelnen gerungen. Jetzt wird er unter ihnen in seiner apostolischen Vollmacht handeln. Das ist kein Versuch, um am Ende doch noch seine Überlegenheit und Macht zu demonstrieren. Ebenso wenig soll die Gemeinde von Sündern »gereinigt« werden, damit diese vorbildlich dasteht. Harte Konsequenzen sind für Paulus das letzte Mittel auf einem langen Weg, Schuldige zur Umkehr zu bewegen. Das Ziel ist nicht, Störenfriede und Sünder loszuwerden, sondern sie auch jetzt noch zu gewinnen. Dieses Anliegen teilt der Apostel mit seinem Herrn in Schwachheit und Stärke. Wir wollen nicht vergessen: Um uns den Weg in die Gegenwart Gottes zu eröffnen, ertrug Jesus freiwillig Schwachheit, Spott und Tod. Als siegreich Auferstandener setzt er seine Kraft uns zugute ein, sodass wir in der Gemeinschaft mit Gott bleiben können. »Überschwänglich groß ist seine Kraft an uns, die wir glauben, weil die Macht seiner Stärke bei uns wirksam wurde« (Eph. 1, 18-20; 3, 20).



 

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