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Datum: Samstag, 31.03.2007
Bibelstelle: PSALM 34, 10; MARKUS 10, 29-31; 12, 41-44
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Jesus ringt um religiöse Menschen XII



Psalm 34
10 Fürchtet den HERRN, ihr seine Heiligen! Denn keinen Mangel haben die, die ihn fürchten.

Markus 10
29 Jesus sprach: Wahrlich, ich sage euch: Da ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Mutter oder Vater oder Kinder oder Äcker verlassen hat um meinetwillen und um des Evangeliums willen,
30 der nicht hundertfach empfängt, jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker unter Verfolgungen und in dem kommenden Zeitalter ewiges Leben.
31 Aber viele Erste werden Letzte und Letzte Erste sein.

Markus 12
41 Und er setzte sich dem Schatzkasten gegenüber und sah, wie die Volksmenge Geld in den Schatzkasten einlegte; und viele Reiche legten viel ein.
42 Und eine arme Witwe kam und legte zwei Scherflein ein, das ist ein Pfennig.
43 Und er rief seine Jünger herbei und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr eingelegt als alle, die in den Schatzkasten eingelegt haben.
44 Denn alle haben von ihrem Überfluss eingelegt; diese aber hat aus ihrem Mangel alles, was sie hatte, eingelegt, ihren ganzen Lebensunterhalt.


Alles geschieht unter den Augen Gottes. »Jesus sah zu, wie das Volk Geld in den Schatzbehälter einlegte.« Das mag manchem als indiskret erscheinen, seine Gegenwart aber will uns seelsorgerlich helfen. Dazu muss man schon sorgfältig sehen und hören können. Lassen wir uns vom Herrn sagen, was auch für unser Leben zu bedenken wäre.
• Echte Gaben sind Opfer. Dabei kommt es niemals auf die Höhe eines Betrags an, sondern darauf, was diese Gabe für uns persönlich bedeutet. Nicht die Größe der Gabe zählt, sondern das Opfer, das sie bedeutet. Ein englischer Ausleger merkt an: »Nur wenige Menschen sind bereit, wirkliche Opfer für das Reich Gottes aufzuwenden, indem sie um dieser Arbeit willen auf Annehmlichkeiten oder Vergnügungen verzichten.«
• Echte Gaben kennzeichnet ein stilles Gottvertrauen. Die arme Witwe wusste genau, dass sie mit (umgerechnet) einem Cent nur einen halben Spatzen kaufen oder eine Drittelmahlzeit zubereiten konnte. Dann stand sie vor dem Nichts! Aber sie lamentiert nicht: »Was soll's, was bringt's, ich hab nichts, ich bin nichts, ich kann nichts, also sterbe ich doch lieber gleich.« Nein, die Ärmste bringt Gott ihre Armut, ihr Nichts, ihren Minimal-Beitrag. Indem sie das tut, legte sie sich gewissermaßen selber in den Gotteskasten: Herr, hier hast du mich. Ich bin in deiner Hand. Und nun sorge DU für mich. – Für Gott zählt nicht die Menge an Geldern und Gaben, sondern unsere Hingabe. Diese Geschichte gibt Anlass zu fragen: Was enthalte ich dem Herrn vor? Warum eigentlich? Was will ich ihm schenken? Wie halten wir's mit der Aufforderung Gottes in Maleachi 3, 10? Zur weiteren Vertiefung: Sprüche 3, 9. 10; Jesaja 58, 7; 2. Korinther 9, 7; Philipper 4, 16-19; Hebräer 13, 16.



 

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