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nächsten Text: "Mein Gott, mein Gott, warum?" vorherigen Text: »Heute mit mir im Paradies« Archiv Datum: Dienstag, 03.04.2007 Bibelstelle: JOHANNES 19, 25-27 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: »Siehe, dein Sohn! – Siehe, deine Mutter!« Johannes 19 25 Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, des Kleopas [Frau] und Maria Magdalena. 26 Als nun Jesus die Mutter sah und den Jünger, den er liebte, dabeistehen, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! 27 Dann spricht er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm der Jünger sie zu sich. In seinem ersten Wort am Kreuz erkannten wir Jesus als Fürsprecher für »die Fernen«, für seine Feinde. Jetzt sehen wir ihn als Fürsorger für »den Nächsten «, für seine Freunde. Jesus, der von Schmerzen Übermannte, verliert weder die verlorene Welt noch den mit Kummer beladenden Einzelnen aus den Augen. Jesus sieht Maria und öffnet ihr die Augen für einen »anderen Sohn«, den »Jünger, den Jesus lieb hat«. Schon immer war Maria offen für das Handeln Gottes in ihrem Leben. Sie, die den Mensch gewordenen Sohn Gottes neun Monate lang »in sich« tragen und für ihn sorgen durfte, wie nur eine Mutter es kann, soll nicht in Traurigkeit vereinsamen. Sie, die es lernte, den Sohn Gottes aus der Hand des Höchsten anzunehmen und der Führung Gottes zu überlassen, darf nun besonders mit dem verbunden sein, der den Meister in seinem Wesen wie kein anderer erkannte: Johannes. Er, der die Bestimmung des Herrn, »Lamm Gottes« zu sein, wie kein anderer erfasste, darf nun Sorge tragen für Maria, sie einbinden in die neue Jünger-Gemeinde (Apg. 1, 14). Es ist Jesus, das Lamm Gottes und später der Auferstandene, der sie miteinander verbindet. Er ist jetzt, da er sein Leben aushaucht, als Lamm Gottes in ihrer Mitte, er wird es auch als Auferstandener sein. Die Verbundenheit mit Jesus ist eine bleibende Verbundenheit – mit IHM und miteinander. Eine Gemeinschaft, die den Gekreuzigten und Auferstandenen in ihrer Mitte hat, eine Gemeinschaft, die nicht der Versuchung erliegt, sich abertausend Äußerlichkeiten und Traditionen zu verschreiben, sondern dem einzigen Gebot und dem einzigen Befehl des Herrn gehorsam ist, wird ihre Vollmacht nicht verlieren und bleibende Frucht tragen (Joh. 13, 34. 35; 15, 9-17 – 20, 20-23 (Matth. 28, 19. 20) – Apg. 2, 41. 42; 12, 5. 24; Gal. 5, 22).
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