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nächsten Text: »Mich dürstet!« vorherigen Text: »Siehe, dein Sohn! – Siehe, deine Mutter!« Archiv Datum: Mittwoch, 04.04.2007 Bibelstelle: MATTHÄUS 27,45.46; 2. KORINTHER 5,21 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: "Mein Gott, mein Gott, warum?" Matthäus 27 45 Aber von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde; 46 um die neunte Stunde aber schrie Jesus mit lauter Stimme auf und sagte: Eli, Eli, lema sabachthani? Das heisst: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? 2. Korinther 5 21 Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm. Jetzt waren die »Erdensorgen« des Herrn überwunden: Den Feinden war Vergebung zugesichert (Röm. 5, 8-10), »die Erstlingsbeute des Sieges eingebracht « (H.Bezzel) und Maria dem Jünger, und der Jünger Maria anbefohlen. Das Werk des Herrn auf der Erde war abgeschlossen. In unbedingter Treue, in lückenlosem Gehorsam und hingebungsvoller Liebe hatte er den Willen des Vaters verwirklicht. Der Sohn hat sich bewährt, da er in zahllosen Versuchungen die innige Gemeinschaft mit dem Vater bewahrt hatte. Und jetzt geschah das Unbegreifliche, der furchtbarste aller Augenblicke: die Trennung vom Vater. Das Auseinanderbrechen vollkommener Einheit mit dem Vater, die er im Himmel und auf Erden gelebt hat. »Mein Gott, warum?« Der Herr fragt nicht: Warum hast du mir diesen schweren Weg nicht erspart? Er fragt viel tiefer, er fragt nach der Ursache. »Warum hast du mich verlassen?« Von Gott verlassen zu sein, das ist die Hölle. Auf dem Tiefpunkt seines Leidens geschah sein größter Dienst: Er nahm die Sünden aller vergangenen und zukünftigen Menschen-Generationen auf sich. Er ließ sich zur Sünde machen und machte darin die Hölle durch. Das Lamm Gottes musste ausbluten, es hat seine »Seele ausgeschüttet« (Jes. 53, 12). Es musste an meiner und deiner Sünde sterben, Stellvertreter für mich und dich werden. Die Hölle für dich und mich durchmachen, damit wir nicht in die Hölle müssen. Und in allem war es für Jesus die schrecklichste Schrecklichkeit, vom Vater, der sein Leben, seine Freude und Liebe ist, verlassen zu sein. Warum? Weil der Vater es so haben wollte, und zugleich war es für den Sohn die dunkelste Dunkelheit. Sein Warum umschließt mein Warum, mein Leid, meinen Kummer, meine Sünde und ist doch mein Leben. (Lies Ps. 22, 1-9. 14-19; 69, 2. 3. 8. 21; Hebr. 5, 7.)
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