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nächsten Text: »Es ist vollbracht!« vorherigen Text: "Mein Gott, mein Gott, warum?" Archiv Datum: Donnerstag, 05.04.2007 Bibelstelle: LUKAS 23, 36; JOHANNES 19, 28. 29; PSALM 22, 16; 6 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: »Mich dürstet!« Lukas 23 36 Aber auch die Soldaten verspotteten ihn, indem sie hinzutraten, ihm Essig brachten. Johannes 19 28 Danach, da Jesus wusste, dass alles schon vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet! 29 Es stand nun dort ein Gefäss voll Essig. Sie aber füllten einen Schwamm mit Essig und legten ihn um einen Ysop und brachten ihn an seinen Mund. Psalm 22 16 Meine Kraft ist vertrocknet wie eine Scherbe, und meine Zunge klebt an meinem Gaumen; und in den Staub des Todes legst du mich. Psalm 69 22 Und sie gaben mir zur Speise Gift, und in meinem Durst tränkten sie mich mit Essig. Jesus war völlig treu. Selbst unscheinbarste Aussagen des Wortes Gottes trug er im Herzen, um die Schrift zu erfüllen – obwohl er »wusste, dass alles schon vollbracht war«! Einem Vermächtnis gleich, bestärkte er noch einmal, dass Gottes Wort höchste Autorität und oberste Priorität hat: Es war seine Kraft, seine Lebensquelle, sein Schwert (Joh. 4, 34; Luk. 4, 4; vgl. Luk. 2, 46. 47. 49; Hebr. 10, 5-9); und diesem Wort blieb er bis zum letzten Atemzug treu. Das kann uns trösten und helfen, wo wir die Heilige Schrift und den Anspruch Gottes nicht verstehen, dennoch am »Wort des Lebens« festzuhalten. Die Treue unseres Herrn soll uns aber auch ermahnen, dort, wo wir verstehen, Gehorsam zu lernen. Jesus selbst beugte sich ins Wort hinein und »ward gehorsam« (Phil. 2, 8). »Er lernte, obwohl er Sohn war, an dem, was er litt, den Gehorsam« (Hebr. 5, 8; vgl. Jes. 50, 5). Indem Jesus spricht »Mich dürstet«, gesteht er seine Not, aber er klagt nicht an. Wer wollte es ihm verdenken, »wenn er sagte: Bin ich nicht der Fels, der mitfolgte (1. Kor. 10, 4), von dem Tausende tranken in der Wüste – und nun verschmachte ich im Unglück . . . Er hat es bekannt, dass ihn dürstete, aber beklagt hat er's nicht . . . In deiner Dürftigkeit tröste dich seine Armut; bei deinem Unmut stärke dich seine Gelassenheit« (H. Bezzel). Indem Jesus spricht »Mich dürstet«, ist er bereit, sich dienen zu lassen. Schärfer kann der Kontrast nicht sein: Er, der von sich selbst sagte »Ich bin in eurer Mitte wie der Dienende«, lässt sich – von seinen Feinden – dienen. Wenn er schon den Dienst der Feinde annimmt, wird er sich nicht viel mehr freuen über den Dienst seiner Freunde? Er hat uns ja »gereinigt von toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott« (Hebr. 9, 14; lies Ps. 22, 31; 100, 1ff; Gal. 6, 2. 10).
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