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Datum: Mittwoch, 18.04.2007
Bibelstelle: JOHANNES 20, 21; LUKAS 14, 15-18a. 21-23
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Was kennzeichnet den Sendungsauftrag unseres Herrn?



Johannes 20
21 Jesus sprach nun wieder zu ihnen: Friede euch! Wie der Vater mich ausgesandt hat, sende ich auch euch.

Lukas 14
15 Als aber einer von denen, die mit zu Tisch lagen, dies hörte, sprach er zu ihm: Glückselig, wer essen wird im Reich Gottes!
16 Er aber sprach zu ihm: Ein Mensch machte ein grosses Abendmahl und lud viele.
17 Und er sandte seinen Knecht zur Stunde des Abendmahls, um den Geladenen zu sagen: Kommt, denn schon ist alles bereit.
18a Und sie fingen alle ohne Ausnahme an, sich zu entschuldigen.
21 Und der Knecht kam herbei und berichtete dies seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: Geh eilends hinaus auf die Strassen und Gassen der Stadt und bringe die Armen und Krüppel und Lahmen und Blinden hier herein.
22 Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, wie du befohlen hast, und es ist noch Raum.
23 Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Wege und Zäune und nötige [sie] hereinzukommen, dass mein Haus voll werde.

Was kennzeichnet den Sendungsauftrag unseres Herrn?
• Ein vielfältiger Auftrag. Wohin sendet uns der Herr? Zu den Menschen, mit denen wir Kontakt haben: am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft, beim Einkaufen, beim Arzt, beim Spazierengehen oder Wandern, in der Familie . . . Jesus schenkt immer wieder von ihm vorbereitete Begegnungen, und wir müssen nicht verbergen, wem wir angehören, wer unser Herr ist. Wie zeigt sich das in Apostelgeschichte 16, 25-34?
• Ein unaufschiebbarer Auftrag. Ein Prediger hatte einen Vater, der über 50 Jahre Pfarrer in kleinen, ländlichen Kirchengemeinden war. Er war ein einfacher Prediger, aber ein Mann mit einem Blick für die Mission. Seine Lieblingsbeschäftigung bestand darin, mit Teams von Freiwilligen in Übersee Räumlichkeiten für kleine Gemeinden zu bauen. Im Jahr 1999 starb der Vater. In seinen letzten Tagen saß der Sohn viel am Bett des halb bewusstlosen Vaters. Eines Nachts wollte dieser aufstehen, war aber viel zu schwach dazu. Doch er bestand darauf aufzustehen. Auf die Frage: »Was willst du tun?« antwortete er: »Ich muss noch einen für Jesus retten.« Diesen Satz wiederholte er immer wieder. Der Sohn berichtet: »Während ich an seinem Bett saß und mir die Tränen über die Wangen liefen, senkte ich meinen Kopf und dankte Gott für die Treue meines Vaters. In diesem Moment streckte Vater seine zerbrechliche Hand aus, legte sie auf meinen Kopf und sagte, als ob er mich beauftragen wollte: ›Rette noch einen mehr für Jesus. Rette noch einen mehr für Jesus.‹ Ich beschloss, dass dies für den Rest meines Lebens mein Motto sein sollte, denn nichts wird für die Ewigkeit größere Bedeutung haben.«


 

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