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Datum: Donnerstag, 19.04.2007
Bibelstelle: JOHANNES 20, 22. 23; APOSTELGESCHICHTE 1, 8
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Das vierte Geschenk – Vollmacht des Heiligen Geistes



Johannes 20
22 Und als er dies gesagt hatte, hauchte er sie an und spricht zu ihnen: Empfangt Heiligen Geist!
23 Wenn ihr jemandem die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, wenn ihr sie jemandem behaltet, sind sie [ihm] behalten.

Apostelgeschichte 1
8 Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.

Jesus weiß, dass seine Jünger den Auftrag nur in der Vollmacht des Heiligen Geistes ausführen können. Darum (wörtl.) »haucht« er sie zum Empfang des Heiligen Geistes an. Wie einst der Schöpfer in Adams Nase den Atem des Lebens einhauchte, damit der Mensch lebendig wurde (1.Mose 2, 7), so weist das »Anhauchen« der Jünger auf die Neuschöpfung des Menschen durch den Heiligen Geist hin. Außerdem stellt Jesus klar, dass seine Gesandten ohne den Heiligen Geist auf verlorenem Posten stehen. Ein geistlicher Auftrag kann nur geistlich durchgeführt werden. (Siehe Joh. 6, 63; 3, 6.)
Dass der auferstandene Herr seine Jünger schon vor der offiziellen Sendung des Heiligen Geistes am Pfingsttag anhaucht, ist wie die Anzahlung von einer umfassenden Gabe. Hier im Jüngerkreis beginnt sich also zu erfüllen, was Jesus in seinen Abschiedsreden zusagte: »Ich will den Vater bitten, und er wird euch einen andern Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit« (Joh. 14, 16). Dasselbe gilt für den Auftrag, den die Gesandten erfüllen sollen: »Wenn aber der Tröster kommen wird, . . . der Geist der Wahrheit, . . . der wird Zeugnis geben von mir. Und auch ihr werdet meine Zeugen sein« (Joh. 15, 26. 27a). Der Heilige Geist, der Zeugnis von Jesus ablegt, ist also auf Jesus Christus konzentriert. Der Geist macht Jesus groß. So soll es auch bei den Jünger-Gesandten
zugehen. Wir haben uns immer wieder zu prüfen: Wen oder was machen wir groß, wenn wir das Evangelium mit anderen teilen: Unsere Gemeinde, unseren Haus- oder Bibelkreis, unsere Erkenntnis, unsere Strategien? Wir haben keinen Auftrag, uns selber wichtig zu machen, sondern Jesus und Jesus allein. So haben es später die Apostel stets gehalten. (Lies Apg. 2, 22-24. 36; 4, 12; 10, 34-43; 1. Kor. 2, 2; 2. Kor. 4, 5.)


 

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