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Datum: Dienstag, 24.04.2007
Bibelstelle: KOLOSSER 1, 2-4
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Das haben wir an Jesus II



Kolosser 1
2 den heiligen und gläubigen Brüdern in Christus zu Kolossä: Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater!
3 Wir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, allezeit, wenn wir für euch beten,
4 da wir von eurem Glauben an Christus Jesus gehört haben und von der Liebe, die ihr zu allen Heiligen habt,

Hätte Paulus nicht damit zufrieden sein können, die Kolosser »in Christus« zu wissen? War das nicht genug? Das ist doch die sicherste Stellung, die ein Christ haben kann. Gewiss, so ist es. Doch der Widersacher Gottes schläft nicht. Er versucht alles, die Jesus-Nachfolger zu erschrecken und zu entmutigen, hinters Licht zu führen und zu verwirren. Er kann sich sogar als »Engel des Lichts« verstellen, Bibelworte zitieren und mit »Gott« argumentieren: 2. Korinther 11, 14; Lukas 4, 9-11; 1. Mose 3, 1. Der Apostel weiß, wie bedroht der Glaube der Christen in Kolossä ist. Aber er kennt auch die Schutz- und Trutzwaffe des Gebets: Bitte und Fürbitte, Lob und Dank. Wie einen Vogel im Käfig hielten sie Paulus gefangen, die Flügel des Gebets aber konnten sie ihm nicht stutzen. Immer wieder, zu jeder Tages- und Nachtzeit, beteten er und Timotheus für die Gemeinde in Kolossä. Die beiden Beter waren mit Dank erfüllt, wenn sie an die Gläubigen dachten.

Wenn Satan uns gegeneinander aufbringt, wenn wir schlecht übereinander reden, wenn wir uns miteinander entzweit haben, wenn wir uns von Antipathie und Misstrauen zueinander leiten lassen, müssen wir keine Minute länger in dieser geistlichen und zwischenmenschlichen Zerrissenheit verharren. Gehen wir ins Gebet! Fangen wir an, füreinander zu beten und zu danken. Wir mögen uns wie Heuchler vorkommen, und tatsächlich haben wir selber für manche Schärfe und Schroffheit, für Parteilichkeit und Rechthabereien um Vergebung zu bitten, aber der Dank für unseren Bruder, für unsere Schwester hat eine große klärende und befreiende Kraft. Dann wird Menschenfurcht oder Menschengefälligkeit, Unterwürfigkeit oder Überheblichkeit weichen müssen und die wohlwollende Güte Gottes in unsere Gemeinschaft Einzug halten. (Lies Eph. 1, 16; Phil. 1, 3-7; 1. Thess. 2, 13; 3, 9; 2. Thess. 1, 3; 2, 13.)



 

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