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nächsten Text: Der HERR ist König III vorherigen Text: Der HERR ist König I Archiv Datum: Mittwoch, 09.05.2007 Bibelstelle: PSALM 93, 1-5; 94, 1-23 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Der HERR ist König II Psalm 93 1 Der HERR ist König! Er hat sich bekleidet mit Hoheit! Der HERR hat sich bekleidet, mit Stärke hat er sich umgürtet! Ja, fest steht die Welt, sie wird nicht wanken. 2 Dein Thron steht fest von alters her, von Ewigkeit her bist du. 3 Ströme erhoben, o HERR, Ströme erhoben ihr Tosen, Ströme erheben ihr Brausen. 4 Mächtiger als das Tosen gewaltiger Wasser, wuchtiger Brecher des Meeres, [mächtiger] ist der HERR in der Höhe. 5 Deine Zeugnisse sind sehr zuverlässig. Deinem Haus geziemt Heiligkeit, HERR, für alle Zeiten. Psalm 94 1 Gott der Rache, HERR, Gott der Rache, strahle hervor! 2 Erhebe dich, Richter der Erde, vergilt den Hochmütigen ihr Tun! 3 Bis wann werden die Gottlosen, HERR, bis wann werden die Gottlosen frohlocken, 4 übersprudeln, Freches reden, werden sich rühmen alle Übeltäter? 5 Dein Volk, HERR, zertreten sie, dein Eigentum bedrücken sie. 6 Die Witwe und den Fremden bringen sie um, die Waisen ermorden sie. 7 Sie sagen: Jah sieht es nicht! Der Gott Jakobs merkt es nicht! 8 Habt Einsicht, ihr Unvernünftigen unter dem Volk! Ihr Toren, wann werdet ihr verständig werden? 9 Der das Ohr gestaltet hat, sollte der nicht hören? Der das Auge gebildet hat, sollte der nicht sehen? 10 Der die Nationen unterweist, sollte der nicht zurechtweisen? er, der Erkenntnis lehrt den Menschen? 11 Der HERR kennt die Gedanken des Menschen, dass sie ein Hauch sind. 12 Glücklich der Mann, den du züchtigst, Jah, den du belehrst aus deinem Gesetz, 13 um ihm Ruhe zu geben vor den bösen Tagen, bis dem Gottlosen die Grube gegraben wird! 14 Denn der HERR wird sein Volk nicht verstossen, er wird sein Eigentum nicht verlassen. 15 Denn zur Gerechtigkeit wird zurückkehren das Recht und hinter ihm her alle, die von Herzen aufrichtig sind. 16 Wer wird für mich aufstehen gegen die Übeltäter? Wer wird für mich auftreten gegen die, die Böses tun? 17 Wäre der HERR mir nicht eine Hilfe gewesen, so hätte wenig gefehlt, und meine Seele hätte im Schweigen gelegen. 18 Wenn ich sagte: Mein Fuss wankt!, so unterstützte mich deine Gnade, HERR. 19 Als viele unruhige Gedanken in mir [waren], beglückten deine Tröstungen meine Seele. 20 Sollte mit dir verbündet sein der Thron des Verderbens, der Unheil schafft gegen die Ordnung? 21 Sie rotten sich gegen die Seele des Gerechten zusammen, und unschuldiges Blut sprechen sie schuldig. 22 Doch der HERR wurde mir zur Burg, mein Gott zum Fels meiner Zuflucht. 23 Er lässt ihre Ungerechtigkeit auf sie zurückfallen, und in ihrer Bosheit wird er sie vertilgen. Vertilgen wird sie der HERR, unser Gott. Psalm 93 und 94 gehören zur Gruppe der Königspsalmen (Ps. 92-100). Es lässt sich ein gewisser Aufbau feststellen. Psalm 93 öffnet uns den Blick für den König. Die Tatsache: »Gott ist König« soll sich tief in unser Bewusstsein einprägen. Wir brauchen den beständigen Blickkontakt mit unserem König. Die Augen des Glaubens schauen gewissermaßen durch die Nebelwand der Sorgen hindurch auf den, der auf dem Thron sitzt. (Lies Ps. 25, 15; 123, 1. 2; Hebr. 3, 1; 12, 3.) Mit eindrücklichen Bildern wird in unserem Psalm die Königsherrschaft Gottes beschrieben: »Der Herr ist geschmückt und umgürtet mit Kraft. Er hat den Erdkreis gegründet, dass er nicht wankt. Von Anbeginn steht dein Thron fest, du bist ewig.« Allerdings wird die Herrschaft des Königs angegriffen, sein Thron von stürmisch tosenden Wellen bedroht. Doch »der Herr thront über der Flut, der Herr thront als König in Ewigkeit« (Ps. 29, 10). Doch »mächtiger als die brausenden Meereswogen ist der Herr in der Höhe«. – Psalm 94 spricht im Grunde dieselbe Wahrheit aus, nur ohne Bild: Der Thron des Königs ist von Menschen umlagert, angegriffen von Hochmütigen, Widerspenstigen, von Spöttern. »Sie reden trotzig daher, es rühmen sich alle Übeltäter. Sie zerschlagen dein Volk und plagen dein Erbe.« Der Thron des Königs ist ein von Feinden umzingelter Thron. Und doch kommt von diesem Thron im entscheidenden Moment Hilfe; denn »der Herr wird sein Volk nicht verstoßen, noch sein Erbe verlassen. Der Herr ist mein Schutz, mein Gott ist der Hort meiner Zuversicht« (Ps. 94, 14. 22; 66, 1-7; 9, 1-11). Das ermutigt uns, mit unserem König, der regiert, heute zu rechnen. Er macht meine Probleme zur Königssache. Meine Sorgen und Ängste sind bei ihm gut aufgehoben, sodass ich geborgen und getrost auch in einem »dunklen Tal« wandern kann.
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