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Datum: Samstag, 12.05.2007
Bibelstelle: PSALM 93, 3. 4; 65, 6-9
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Der HERR ist König V



Psalm 93
3 Ströme erhoben, o HERR, Ströme erhoben ihr Tosen, Ströme erheben ihr Brausen.
4 Mächtiger als das Tosen gewaltiger Wasser, wuchtiger Brecher des Meeres, [mächtiger] ist der HERR in der Höhe.
5 Deine Zeugnisse sind sehr zuverlässig. Deinem Haus geziemt Heiligkeit, HERR, für alle Zeiten.

Psalm 65
6 Du wirst uns furchtbare Dinge in Gerechtigkeit antworten, Gott unseres Heils, du Zuversicht aller Enden der Erde und des fernen Meeres,
7 der die Berge festigt durch seine Kraft, umgürtet ist mit Macht,
8 der das Brausen der Meere besänftigt, das Brausen ihrer Wellen und das Getümmel der Völker.
9 Und so fürchten sich die Bewohner der Enden [der Erde] vor deinen Zeichen; die Aufgänge des Morgens und des Abends lässt du jauchzen.

»Alle die Welt umlauernden Chaosmächte in ihrer imponierenden Kraft versinken vor dem hocherhabenen und weltüberlegenen Gott« (H. J. Kraus). Die höchsten Wasserwellen, die heftigsten Stürme fegen unseren König nicht vom Thron. Der Herr in der Höhe ist noch größer, noch stärker. Wir haben einen Gott, der allem überlegen ist und der zu seiner Zeit dem Toben Einhalt gebietet. Wenn auch bisweilen unser Lebensboot in wilden Wellen unterzugehen droht, bleibt es dabei: »Mächtiger ist der Herr in der Höhe!« Sollte der Herr, der die Schöpfung durch sein Wort aus dem Nichts schuf, der Naturgewalten durch sein Wort verstummen lässt, nicht auch unsere aufgewühlten Herzen durch sein Wort berühren und beruhigen? (Lies 2.Kön. 20, 4. 5; Ps. 107, 20. 29; Matth. 8, 23-27.) Welch ein Trost, wenn auch wir sagen und singen können, was Gott in schwerem persönlichen Leid Elisabeth und Gerhard Schnitter schenkte: »Aber der Herr ist immer noch größer, größer als ich denken kann. Er hat das ganze Weltall erschaffen. Alles ist ihm untertan. Wellen der Angst kommen auf mich zu, beklemmen und hemmen, nehmen mir die Ruh . . . Wellen der Schuld überrollen mich, bedrücken, blockieren und vermehren sich . . . Wellen des Leides fesseln meinen Blick, verdunkeln und lähmen, ziehen mich zurück . . . Wellen der Sorge strömen durch den Tag, sie treiben und quälen, werden mir zur Plag.« Doch dann bahnt der Herr die Straße ans rettende Ufer: »Durch alle Wellen trägt er mich an Land. Geborgen, voll Freude fass ich seine Hand. Ist auch das Brausen übermächtig groß – er geht auf den Wellen, und er lässt nicht los.« (Lies Ps. 46, 2-6. 11. 12; 29, 10. 11; Jes. 43, 2; Hiob 38, 8-11.)




 

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