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Datum: Donnerstag, 24.05.2007
Bibelstelle: PSALM 94, 10-15; SPRÜCHE 15, 32
Autor: Gabriele Gosenberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Gott behält wirklich und immer unser Wohl im Auge



Psalm 94
10 Der die Nationen unterweist, sollte der nicht zurechtweisen? Er, der Erkenntnis lehrt den Menschen?
11 Der HERR kennt die Gedanken des Menschen, dass sie ein Hauch sind.
12 Glücklich der Mann, den du züchtigst, Jah, den du belehrst aus deinem Gesetz,
13 um ihm Ruhe zu geben vor den bösen Tagen, bis dem Gottlosen die Grube gegraben wird!
14 Denn der HERR wird sein Volk nicht verstossen, er wird sein Eigentum nicht verlassen.
15 Denn zur Gerechtigkeit wird zurückkehren das Recht und hinter ihm her alle, die von Herzen aufrichtig sind.

Sprüche 15
32 Wer Zucht fahren lässt, verachtet sich selbst; wer aber auf Zurechtweisung hört, erwirbt Verstand.


Der Psalmbeter erkennt, dass gerade in den schwierigen Situationen Gottes Erziehungsprogramm greift. Mitten im Dickicht der Bedrängnis und des harten Widerstandes bekennt er: »Wohl dem, den du, Herr, in Zucht nimmst und lehrst ihn durch dein Gesetz.« So hart es für uns ist: In der Not erfahren wir den Beistand und die Arbeit Gottes an unserem Herzen ganz anders als in »guten« Zeiten. Das erkennen wir nicht immer in den Schwierigkeiten. Manchmal bleiben Fragen auch ein Leben lang offen. Es kann sogar so aussehen, als ob Gott gegen uns wäre. Und doch sollen wir wissen: Der Herr hat keine Freude daran, uns zu quälen. Diese Erfahrung machte auch der Prophet Jeremia. Er spricht schonungslos offen darüber: Klagelieder 3, 1. 7-9. 19-27. 31-33. Gott behält wirklich und immer unser Wohl im Auge. Er verspricht: »Ich will nicht immerdar hadern und nicht ewiglich zürnen – ich weiß, was ich für Gedanken über euch habe,... Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung« (Jes.57,16; Jer.29,11; vgl. Spr. 3, 11. 12; 15, 5; Ps. 66, 10-12). Im Rückblick auf sein von vielen Schikanen geprägtes Leben konnte Josef zu seinen Brüdern sagen: »Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen, nämlich am Leben zu erhalten ein großes Volk« (1.Mose 50,20). Josef glich einem »jungen Fruchtbaum an der Quelle«, darum konnten »seine Zweige über die Mauer wachsen«. Wir müssen uns an unserer Mauer, an den engen Grenzen, nicht wund reiben. Unser Herr hilft uns, sie als Chance zu sehen und anzunehmen, so dass wir, »gepflanzt an den Wasserbächen« des Wortes Gottes, wachsen und reifen und bleibende Frucht tragen.

 

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