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Datum: Donnerstag, 31.01.2008
Bibelstelle: Jakobus 4,11.12
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Christen spielen sich nicht als Richter auf II



Jakobus-Brief

4,11 Verleumdet einander nicht, liebe Brüder. Wer seinen Bruder verleumdet oder verurteilt, der verleumdet und verurteilt das Gesetz. Verurteilst du aber das Gesetz, so bist du nicht ein Täter des Gesetzes, sondern ein Richter.

4,12 Einer ist der Gesetzgeber und Richter, der selig machen und verdammen kann. Wer aber bist du, dass du den Nächsten verurteilst?



Muss sich ein Christ (auf dem Bedeutungs-Hintergrund von Vers 11) alles gefallen lassen? Muss er bei Unrecht stets den Mund halten? Darf er nicht sagen, was Recht und was Unrecht ist? Doch. Er darf und muss es sogar. Die biblischen Maßstäbe sollen klar gezeigt, gelebt und gesehen werden. Aber es ist ein großer Unterschied, ob jemand aus Rechthaberei, Gereiztheit und Wut kontert, oder ob er aus der Gebets- und Liebesverbundenheit mit Gott reagiert und redet. Wer es wie Jesus lernt, aus der tiefen Verbundenheit mit Gott zu leben, macht deutlich: Herr im Haus ist der allmächtige, heilige und gerechte Gott. »Einer ist Gesetzgeber und Richter, der zu erretten und zu verderben vermag.« (Vgl. 5. Mose 32,39; 1. Sam. 2,6; 2. Kön. 5,7; Ps. 68,21; Matth. 10,28.)



Der gerechte Gott allein hat das Recht, Menschen zu richten. Denn seine göttliche Gerechtigkeit beinhaltet eine vollkommene Komposition von Wahrheit und Liebe. Dagegen handelt leichtsinnig, wer das Hoheitsrecht Gottes antastet, indem er über andere zu Gericht sitzt, sie »verurteilt«. Christen wissen um eine ihnen angemessene Haltung: Der konsequente Glaubensblick auf den gerechten Herrn rechnet in allen Auseinandersetzungen und Spannungen damit, dass Gott mit dem explosiven Konfliktstoff fertig wird und zu seiner Zeit seine Gerechtigkeit an den Tag bringt. Wo es nötig ist, meine persönliche Ehre zu schützen oder aufzubauen, wird sich der göttliche Richter schon für mich einsetzen (Ps. 3,4; 62,8; Joh. 8,53.54). Ihm entgeht nicht ein winziger Bruchteil meiner angespannten, strapazierten Lage und Verfassung. Er sorgt für mich. Denn er ist »barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Güte und Treue« (Ps. 86,15; 2. Mose 34,6; Nah. 1,3; 1. Joh. 4,16).







 

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