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nächsten Text: Aus dem Leben Elias (Teil 1) - X vorherigen Text: Aus dem Leben Elias (Teil 1) - VIII Archiv Datum: Freitag, 31.10.2008 Bibelstelle: 1. Könige 17,10-16 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Aus dem Leben Elias (Teil 1) - IX Welch merkwürdiges Geschehen! Die Witwe in Zarpat stand im Begriff, für sich und ihren Sohn die »Henkersmahlzeit« zuzubereiten. Von ihr soll Elia Unterstützung bekommen? Sollte er nicht besser umkehren? Aber wohin? Wenn der Herr uns eine scheinbar unsinnige Anweisung gibt, ist es nicht angebracht, darüber zu diskutieren, ob sie auch angemessen ist, sondern wir tun gut daran, uns im Gehorsam und Vertrauen zu üben. Elia wagt die Gehorsamsschritte. Diese heidnische Frau, die bereit war, ihren letzten Bissen mit dem Propheten zu teilen, lehrte diesen und uns, dass Teilen – auch unter schwierigsten Bedingungen – nicht ärmer macht. Gott selber füllte ihre Mehltruhe und ihren Ölkrug, bis der Regen wiederkam. Hier hat der lebendige Gott mit seiner Schöpferkraft in das Leben dreier Menschen mit starker Hand eingegriffen. Elia erlebte aufs Neue: »Erkennt doch, dass der Herr seine Heiligen wunderbar führt« (Ps. 4, 4). 4. Gottes Versorgung ist umfassend Was die kleine Hausgemeinschaft in Zarpat erlebte, war das absolute Kontrastprogramm zu Ahabs Erfahrungen. Er hatte alles gehabt, was man sich nur wünschen kann, aber er hat den lebendigen Gott verdrängt, jetzt leidet er Hunger. Um ihn herum gibt es kein blühendes Land mehr, sondern nur Wüste, so weit das Auge blickt. Sie hatten nichts mehr. Auch Elia hatte nichts als nur Gottes Wort, und sie waren dennoch mit Gott zusammen reich. Wer mit Gott vor dem Aus steht, hat eine Quelle, die nicht versiegt, und eine Speise, die sich nicht verzehrt. Gott bleibt ihm treu in fürsorglicher Zuwendung. Dabei geht es nicht nur um die physischen Bedürfnisse des Menschen. Gott will besonders unseren inwendigen Menschen bewahren vor Darben und Verderben. (Dazu Ps. 34, 9; Eph. 3, 16; 2. Kor. 4, 16-18.) 1. Könige 17 10 Da machte er sich auf und ging nach Zarpat. Und als er an den Eingang der Stadt kam, siehe, da war dort eine Witwe, die gerade Holz sammelte. Und er rief sie an und sagte: Hole mir doch ein wenig Wasser im Gefäss, dass ich trinke! 11 Und als sie hinging, um es zu holen, rief er ihr zu und sagte: Hole mir doch [auch noch] einen Bissen Brot in deiner Hand! 12 Da sagte sie: So wahr der HERR, dein Gott, lebt, wenn ich einen Vorrat habe ausser einer Handvoll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug! Siehe, ich sammle eben ein paar Holzstücke auf, dann will ich hineingehen und es mir und meinem Sohn zubereiten, damit wir es essen und [dann] sterben. 13 Da sagte Elia zu ihr: Fürchte dich nicht! Geh hinein, tu nach deinem Wort! Doch zuerst bereite mir davon einen kleinen Kuchen zu und bring ihn mir heraus! Dir aber und deinem Sohn magst du danach etwas zubereiten. 14 Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Das Mehl im Topf soll nicht ausgehen und das Öl im Krug nicht abnehmen bis auf den Tag, an dem der HERR Regen geben wird auf den Erdboden. 15 Da ging sie hin und tat nach dem Wort Elias. Und sie ass, er und sie und ihr Haus, Tag für Tag. 16 Das Mehl im Topf ging nicht aus, und das Öl im Krug nahm nicht ab nach dem Wort des HERRN, das er durch Elia geredet hatte.
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