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nächsten Text: Leben mit zwei Blickrichtungen X vorherigen Text: Leben mit zwei Blickrichtungen VIII Archiv Datum: Sonntag, 30.11.2008 Bibelstelle: Johannes 15, 15 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Leben mit zwei Blickrichtungen IX Wenn wir eine Brille hätten, mit der wir in zwei Blickrichtungen gleichzeitig schauen könnten, ergäbe sich als Summe das, was beide Augen sehen. Der Blick des Christen in die Zeit und in die Ewigkeit ergibt ein nahezu vollständiges Bild. 3. Die Gesamt-Schau Wie wirkt sie sich aus, wenn wir in unsere Zeit schauen? Paulus sah den Götzendienst in Athen, und gleichzeitig sah er Gott, den Vater des Herrn Jesus, auf dem höchsten Thron. Der Apostel hatte Entscheidendes zu sagen, weil er mehr wusste und sah als die Leute von Athen. (Lies Apg. 17, 23-27.) Auch in den Gemeinden konnte er klärende, tröstende Worte sagen, die durch seine Gesamt-Schau möglich waren. Wir Christen haben in unserer Zeit und Umgebung Wesentliches zu sagen, weil wir beide Blickrichtungen im Auge haben. Worüber sprechen wir in unseren Gemeinden und Gemeinschaften und bei persönlichen Begegnungen? Haben wir den Mut, ein klares, sachliches und freundliches Wort zu den Ereignissen der Gegenwart aus dem Blickwinkel der Ewigkeit zu sprechen? Zu klaren Worten gehört auch ein eindeutiges Leben als Jesus-Nachfolger. »Was hilft’s, wenn wir beim warmen Ofen und einer Pfeife Tabak die Notstände unserer Zeit bejammern? Hand anlegen müssen wir, und sei es auch ganz im Kleinen« (Christian F. Spittler, 1782-1867). Jeder ist an seinem Platz voll verantwortlich dafür, dass er am Reich Gottes mitbaut. Das »Hand-Anlegen« kann sehr unterschiedlich aussehen. Lesen wir Römer 12, 4-21 einmal unter der Fragestellung: »Herr, was ist meine Aufgabe? Was kann ich tun, damit an meinem Leben deutlich wird: Hier ist Jesus zu Hause?« Auffallend ist die wohl wichtigste »Hand-Arbeit« – das anhaltende Gebet (V. 12b). Diese »Arbeit im Herrn« ist nicht vergeblich. Johannes 15 15 Ich nenne euch nicht mehr Sklaven, denn der Sklave weiss nicht, was sein Herr tut; euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich alles, was ich von meinem Vater gehört, euch kundgetan habe.
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