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Datum: Mittwoch, 31.12.2008
Bibelstelle: Hiob 1, 21
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Ausklang



Hiob 1
21 Und er sagte: Nackt bin ich aus meiner Mutter Leib gekommen, und nackt kehre ich dahin zurück. Der HERR hat gegeben, und der HERR hat genommen, der Name des HERRN sei gepriesen!

Das erste Wort, das sich uns heute am letzten Tag des Jahres auf die Lippen
drängt, soll ein Lobpreis sein für alle Geduld und Treue, mit der uns Gott
der Herr im vergangenen Jahr behütet und getragen hat. Wir wollen danken
für viel Bewahrung, für das tägliche Brot, für Frieden und Freude, für die
Durchhilfe in so mancher Not. Es hat auch in diesem Jahr Zeiten und Stunden
gegeben, wo wir völlig am Ende waren und nicht mehr weiterwussten.
Aber dann hat sich durch Gottes Güte doch wieder eine Tür für uns aufgetan.
Es wurde uns neue Kraft geschenkt und wir konnten vorwärtsschreiten.
Wir wollen das alles nicht als selbstverständlich hinnehmen, sondern dem
die Ehre geben, der uns bis hierher gebracht hat.

Gott hat uns in diesem Jahr nicht nur gegeben, er hat uns auch genommen.
Mancher, der noch vor einem Jahr mit uns gefeiert hat, der uns lieb und
wert war, ist heute nicht mehr unter uns, und wir spüren die Wunde, die
wehtut. Aber auch wo der Tod in unserer Umgebung nicht seine Einkehr
gehalten hat, können wir doch nicht vergessen: Wieder ist ein Stück von
unserer Lebenskerze heruntergebrannt, und wir werden dadurch erinnert,
dass unser Leben ein Ziel hat und wir davonmüssen. Wir wollen das alles,
die Freude und das Leid, das Empfangene und das Geopferte, in Gottes
Hand legen und ihn bitten, dass er uns geleiten möge über die Schwelle
vom alten in das neue Jahr.

»Der Mensch lebt und besteht nur eine kleine Zeit, und alle Welt vergeht mit
ihrer Herrlichkeit. Es ist nur einer ewig und an allen Enden und wir in seinen Händen« (M. Claudius).


 

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