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Aidlinger Bibellese

Datum: Montag, 05.01.2009
Bibelstelle: Lukas 18, 24-27
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Wenn Unmögliches möglich wird – Impulse zur Jahreslosung V



Lukas 18
24 Als aber Jesus sah, dass er sehr betrübt wurde, sprach er: Wie schwer werden die, welche Güter haben, in das Reich Gottes kommen!
25 Denn es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr eingeht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes kommt.
26 Es sprachen aber, die es hörten: Und wer kann [dann] errettet werden?
27 Er aber sprach: Was bei Menschen unmöglich ist, ist möglich bei Gott.

Als Jesus die tiefe Traurigkeit des Obersten wahrnimmt, stellt er fest: »Wie
schwer kommen die Reichen in das Reich Gottes!« Darin liegt noch eine
Chance; denn der Herr sagt hier nicht: »Wie unmöglich ist es, dass...« (Dazu
Lukas 19, 1-10.) Und doch ist der Eingang ins ewige Leben mit unglaublich
großen Schwierigkeiten verbunden. Um seinen Zuhörern diese Wahrheit
noch tiefer einzuprägen, fügt der Herr hinzu: »Es ist leichter, dass ein Kamel
durch ein Nadelöhr hindurchgehe, als dass ein Reicher in das Königreich
Gottes eingehe.« Der Vergleichspunkt dieses Sprichwortes bildet das menschlich
Unmögliche. Nichts anderes stellen die Zuhörer fest: »Wer kann dann
errettet werden?« Jetzt geht es nicht mehr nur um die Reichen, sondern um
jeden Menschen.

»Es ist außerordentlich imponierend, mit welcher Sicherheit sie erkennen,
dass nur derjenige ins Reich Gottes kommt, der zuvor aus dem Gericht
Gottes ›gerettet‹ wurde. Die Antwort von Jesus auf diese Frage ist deshalb
so wichtig, weil Jesus als Einziger auf Erden weiß, wie der Mensch wirklich
zu Gott kommen kann. Seine Antwort lautet: ›Was bei Menschen unmöglich
ist, das ist bei Gott möglich‹ (V. 27). Es ist menschlich tatsächlich unmöglich,
dass jemand ins Reich Gottes kommt bzw. gerettet wird. Das schafft kein
Reicher, das schafft kein Armer, das schafft kein Junger und kein Greis. Das
heißt: durch menschliches Verhalten oder menschliche Leistung. Bei Gott aber ist es möglich. Das heißt: durch Gottes Gnade kann jeder ins Reich Gottes kommen! Wie? Indem er an Jesus als seinen Erlöser glaubt. An Jesus glauben kann jeder Reiche, jeder Arme, jeder Junge, jeder Greis. Die Frage ist immer: Will das der Betreffende auch? Wer aber nicht an Jesus glaubt, ist verloren – ganz gleich, ob er arm, reich, jung, alt, Moslem, Buddhist, Animist, Spiritist oder was immer auch ist« (G. Maier). (Lies Matth. 1, 21; Joh. 1, 12; Apg. 2, 21; 4, 12; Gal. 3, 26.)


 

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