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Datum: Donnerstag, 08.01.2009
Bibelstelle: 1. Mose 17, 1-8. 15-19
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Abraham und Sara II



1. Mose 17
1 Und Abram war 99 Jahre alt, da erschien der HERR dem Abram und sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige. Lebe vor meinem Angesicht, und sei untadelig!
2 Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir setzen und will dich sehr, sehr mehren.
3 Da fiel Abram auf sein Gesicht, und Gott redete mit ihm und sprach:
4 Ich, siehe, [das ist] mein Bund mit dir: Du wirst zum Vater einer Menge von Nationen werden.
5 Und nicht mehr soll dein Name Abram heissen, sondern Abraham soll dein Name sein! Denn zum Vater einer Menge von Nationen habe ich dich gemacht.
6 Und ich werde dich sehr, sehr fruchtbar machen, und ich werde dich zu Nationen machen, und Könige werden aus dir hervorgehen.
7 Und ich werde meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir und deinen Nachkommen nach dir durch [alle] ihre Generationen zu einem ewigen Bund, um dir Gott zu sein und deinen Nachkommen nach dir.
8 Und ich werde dir und deinen Nachkommen nach dir das Land deiner Fremdlingschaft geben, das ganze Land Kanaan, zum ewigen Besitz, und ich werde ihnen Gott sein.
15 Und Gott sprach zu Abraham: Deine Frau Sarai sollst du nicht [mehr] Sarai nennen, sondern Sara soll ihr Name sein!
16 Und ich werde sie segnen, und auch von ihr gebe ich dir einen Sohn; und ich werde sie segnen, und sie wird zu Nationen werden; Könige von Völkern sollen von ihr kommen.
17 Da fiel Abraham auf sein Gesicht und lachte und sprach in seinem Herzen: Sollte einem Hundertjährigen [ein Kind] geboren werden, und sollte Sara, eine Neunzigjährige, etwa gebären?
18 Und Abraham sagte zu Gott: Möchte doch Ismael vor dir leben!
19 Und Gott sprach: Nein, [sondern] Sara, deine Frau, wird dir einen Sohn gebären. Und du sollst ihm den Namen Isaak geben! Und ich werde meinen Bund mit ihm aufrichten zu einem ewigen Bund für seine Nachkommen nach ihm.

Seit dem Auszug aus Haran sind 24 Jahre vergangen. Nun ist Abraham 99
Jahre alt. Und Gott hält an seinem Wort fest. Abraham und Sara sollen
Nachkommen haben. »Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist möglich
bei Gott.« Noch immer können Abraham und Sara das Wunderbare, das Gott
tun will, nicht fassen. Das spiegelt ihr skeptisches Lachen wider (1. Mose 18,
12). Aber der Herr wird nicht müde, ihnen zu helfen: »Sollte dem Herrn
etwas unmöglich sein? Um diese Zeit will ich wieder zu dir kommen übers
Jahr; dann soll Sara einen Sohn haben« (1.Mose 18, 14). Gott steht zu seinem
Wort. Er erfüllt es; denn er ist treu. Dann kommt der Tag, an dem Abraham
und Sara sich an Gottes Treue festhalten. (Lies Hebr. 11, 11.) Wie groß ist die
Freude, das befreite Lachen und der Jubel, als Isaak geboren wird! (Vgl. 1. Mose 21, 1-6.)

Wenn es im Leben Abrahams und Saras um die Geburt des heiß ersehnten
Kindes geht, müssen wir den großen heilsgeschichtlichen Zusammenhang
beachten. Hier geht es um mehr als die Erfüllung persönlicher Wünsche.
Hier soll es um die Geburtsstunde Israels, des Volkes Gottes, gehen. Sie ist
menschlich nicht machbar. Da muss schon ein Wunder geschehen. Gott will
es tun, aber er wirkt es durch den Glauben. Nicht anders verhält es sich bei
der Geburtsstunde seiner neutestamentlichen Gemeinde. Der Herr knüpft
am Glauben des Einzelnen an und wirkt die »Wiedergeburt«. Sie ist ein Wunder
Gottes. Wer hier keine Gewissheit hat, darf beten: »Herr, wirke du dieses
Wunder in meinem Leben. Ich habe dir so lange misstraut, habe Schuld auf
mich geladen. Aber jetzt will ich mich dir ganz anvertrauen. Vergib mir
meine Sünden und verändere mich, wie du es haben willst. Amen.«


 

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