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nächsten Text: Maria, die Mutter von Jesus I vorherigen Text: Hiob – Wer war dieser Mann? - I Archiv Datum: Samstag, 10.01.2009 Bibelstelle: Hiob 40, 1-4; 42, 1-6 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Hiob – Wer war dieser Mann? - II Hiob 40 1 \40:6\ Und der HERR antwortete Hiob aus dem Sturm und sprach: 2 \40:7\ Gürte doch wie ein Mann deine Lenden! Ich will dich fragen, und du sollst mich belehren! 3 \40:8\Willst du etwa mein Recht zerbrechen, mich für schuldig erklären, damit du gerecht dastehst? 4 \40:9\Oder hast du einen Arm wie Gott, und donnerst du mit einer Stimme wie er? Hiob 42 1 Und Hiob antwortete dem HERRN und sagte: 2 Ich habe erkannt, dass du alles vermagst und kein Plan für dich unausführbar ist. 3 `Wer ist es, der den Ratschluss verhüllt ohne Erkenntnis?' So habe ich denn [meine Meinung] mitgeteilt und verstand [doch] nichts, Dinge, die zu wunderbar für mich sind und die ich nicht kannte. 4 Höre doch, und ich will reden! Ich will dich fragen, und du sollst es mich wissen lassen! 5 Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, jetzt aber hat mein Auge dich gesehen. 6 Darum verwerfe ich [mein Geschwätz] und bereue in Staub und Asche. Gottes Wort hat eine erschütternde Kraft. Der Herr stellt Hiob zur Rede: »Will der Tadler mit dem Allmächtigen rechten? Der Ankläger Gottes möge darauf antworten!« Hiob erschrickt und gibt seine Unwürdigkeit zu. Er begreift, dass er die Grenze von der Klage zur Anklage überschritten hat. Aber es vollzieht sich im Herzen Hiobs noch eine andere Erkenntnis: Als der allmächtige Gott sich in seiner Schöpfermacht Hiob offenbart (Hiob 38-41), unterwirft sich dieser der Herrlichkeit Gottes. Die heftigen Anklagen verstummen, und es wird deutlich: Die Frage nach der Gerechtigkeit Gottes erhält keine Antwort, wie wir sie erwarten und oft suchen. Wohl können wir einen Sinn darin erkennen, dass Leiden zur Prüfung und Bewährung im Glauben dienen. (Vgl. Hebr. 12, 4-11; 1. Petr. 1, 6. 7.) Doch das sind für den, der wie Hiob leidet, nur vorletzte Lösungen. Die wirkliche Antwort kann nur im Glauben erfahren werden. Denn wir können Gott nicht auf der Ebene unserer Gerechtigkeit begegnen, sondern nur mit dem Herzen: »Ich habe erkannt, dass du alles vermagst und kein Plan (Gedanke) für dich unausführbar (unmöglich) ist.« Hier spricht einer, der neues Vertrauen zu Gott gefasst und einen Blick in Gottes Herz getan hat. Einer, der seine armseligen Gedanken und sein dummes Gerede über Gott verwirft und Buße tut. Hiob hat gelernt, Gott zu lieben, weil er Gott ist – der Allmächtige, der Erlöser, der Ewige. Diese Herzenswandlung kann keine menschliche Anstrengung erreichen.
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