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nächsten Text: Auf festem Boden in Höhen und Tiefen des Lebens – Psalm 40 (Teil 3) - I vorherigen Text: Der hilflose Vater I Archiv Datum: Mittwoch, 14.01.2009 Bibelstelle: Markus 9, 23. 24. 28. 29 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Der hilflose Vater II Markus 9 23 Jesus aber sprach zu ihm: `Wenn du das kannst? Dem Glaubenden ist alles möglich. 24 Sogleich schrie der Vater des Kindes und sagte: Ich glaube. Hilf meinem Unglauben! 28 Und als er in ein Haus gegangen war, fragten ihn seine Jünger allein: Warum haben wir ihn nicht austreiben können? 29 Und er sprach zu ihnen: Diese Art kann durch nichts ausfahren als nur durch Gebet. Der Vater des Jungen hatte Jesus nach seinem Können gefragt. Jesus aber fragt den Vater nach seinem Vertrauen. »Dem Glaubenden ist alles möglich.« Dieser Satz mag so gewaltig vor uns stehen wie die höchsten Berge der Welt. Wir stehen ängstlich und kleinmütig davor. Schließlich haben wir auch genügend Erfahrungen mit unseren bescheidenen Versuchen, mit Enttäuschungen, Unglauben und Ungehorsam gemacht. Anderen scheint alles zu gelingen. Sie sind geistreich, engagiert und fit – sozusagen die Schrittmacher der Gemeinde. Haben nun die einen einen schwachen, die anderen einen starken Glauben? Was meint Jesus, wenn er sagt: »Dem Glaubenden ist alles möglich«? • Der Glaube ist keine Leistung, sondern Vertrauen, Vertrautheit, Zutrauen. – »Eines Nachts brach in einem Haus ein Brand aus. Während die Flammen hervorschießen, stürzen Eltern und Kinder aus dem Haus. Entsetzt sehen sie dem Schauspiel dieses Brandes zu. Plötzlich bemerken sie, dass der Jüngste fehlt, ein fünfjähriger Junge, der sich im Augenblick der Flucht vor Rauch und Flammen fürchtete und in den oberen Stock kletterte. Man schaut einander an. Keine Möglichkeit, sich in etwas hineinzuwagen, das immer mehr zu einem Glutofen wird. Da öffnet sich oben ein Fenster. Das Kind ruft um Hilfe. Sein Vater sieht es und schreit ihm zu: ›Spring!‹ Das Kind sieht nur Rauch und Flammen. Es hört aber die Stimme des Vaters und antwortet: ›Vater, ich sehe dich nicht!‹ Der Vater ruft ihm zu: ›Aber ich sehe dich, und das genügt, spring!‹ Das Kind sprang und fand sich heil und gesund in den Armen seines Vaters, der es aufgefangen hatte« (L.-J. Luenes). • Glaube ist unbegrenzte Offenheit vor Gott. Seine Menschenfreundlichkeit öffnet unser Herz für das anhaltende Gespräch mit ihm. Hier berührt er unsere Verhärtungen und löst uns aus dem Netz des Unglaubens und der Oberflächlichkeit. Im Gespräch mit Jesus bevollmächtigt er uns zum »Glauben, der durch die Liebe tätig ist« (Gal. 5, 6).
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