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nächsten Text: Auf festem Boden in Höhen und Tiefen des Lebens – Psalm 40 (Teil 3) - II vorherigen Text: Der hilflose Vater II Archiv Datum: Donnerstag, 15.01.2009 Bibelstelle: Psalm 40, 1-18 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Auf festem Boden in Höhen und Tiefen des Lebens – Psalm 40 (Teil 3) - I Psalm 40 1 Dem Chorleiter. Von David. Ein Psalm. 2 Beharrlich habe ich auf den HERRN geharrt, und er hat sich zu mir geneigt und mein Schreien gehört. 3 Er hat mich heraufgeholt aus der Grube des Verderbens, aus Schlick [und] Schlamm; und er hat meine Füsse auf Felsen gestellt, meine Schritte fest gemacht. 4 Und in meinen Mund hat er ein neues Lied gelegt, einen Lobgesang auf unseren Gott. Viele werden es sehen und sich fürchten und auf den HERRN vertrauen. 5 Glücklich der Mann, der den HERRN zu seiner Zuversicht macht und sich nicht wendet zu den Drängern und den in Lüge Festgefahrenen! 6 Vielfach hast du, HERR, mein Gott, deine Wundertaten und deine Pläne an uns vollbracht; nichts ist mit dir zu vergleichen. Wollte ich davon berichten und reden ~ sie sind zu zahlreich, um sie aufzuzählen. 7 An Schlacht- und Speisopfern hattest du kein Gefallen, Ohren hast du mir gegraben; Brand- und Sündopfer hast du nicht gefordert. 8 Da sprach ich: Siehe, ich komme; in der Rolle des Buches steht über mich geschrieben. 9 Dein Wohlgefallen zu tun, mein Gott, liebe ich; und dein Gesetz ist tief in meinem Innern. 10 Ich habe Gerechtigkeit verkündet in grosser Versammlung; siehe, meine Lippen hemmte ich nicht ~ HERR, du weisst es! 11 Deine Gerechtigkeit habe ich nicht verborgen im Innern meines Herzens; deine Zuverlässigkeit und deine Hilfe habe ich ausgesprochen, deine Gnade und deine Treue nicht verhehlt vor der grossen Versammlung. 12 Du, HERR, wirst dein Erbarmen nicht von mir zurückhalten; deine Gnade und deine Treue werden beständig mich behütet! 13 Denn Übel bis zur Unzahl haben mich umgeben, meine Sünden haben mich erreicht, dass ich nicht aufzublicken vermag; zahlreicher sind sie als die Haare meines Hauptes, und mein Herz hat mich verlassen. 14 Lass dir gefallen, HERR, mich zu erretten! HERR, eile zu meiner Hilfe! 15 Es sollen sich schämen und beschämt werden allesamt, die nach meinem Leben trachten, es wegzuraffen; es sollen zurückweichen und zuschanden werden, die Gefallen haben an meinem Unglück! 16 Es sollen sich entsetzen über ihre Schande, die zu mir sagen: Haha! Haha! 17 Es mögen fröhlich sein und sich freuen an dir alle, die dich suchen; es mögen stets sagen: `Gross ist der HERR!, die dein Heil lieben. 18 Ich aber bin elend und arm, der Herr denkt an mich. Meine Hilfe und mein Retter bist du; mein Gott, zögere nicht! Auch im dritten Teil unseres Psalms (40, 13-18) begegnen uns Höhen und Tiefen im Leben eines Menschen, der in Gottes Gegenwart leben will. David berichtet, wie er selber aus der Tiefe herausgeführt wurde. In seiner größten Not schrie er zu Gott, und dieser zog ihn aus der »grausigen Grube, aus lauter Schmutz und Schlamm und stellte seine Füße auf festen Grund«. In seinem Innersten erwachte ein Loblied für seinen Gott. David war Zeuge der großen Wunder geworden, die Gott für ihn getan hatte, so dass er nur anbetend staunen konnte: »Herr, mein Gott, groß sind deine Wunder und deine Gedanken, die du an uns beweisest, dir ist nichts gleich!« David vergisst Lob und Dank nach erfahrener Rettung nicht (Ps. 103, 2). Er muss von dem einzigartigen, unvergleichlichen Gott reden und dessen Güte und Treue verkündigen. Und er bittet voll Zuversicht: »Du, Herr, wollest deine Barmherzigkeit nicht von mir wenden!« (Lies Ps. 119, 77. 156; 69, 17; 2. Sam. 24, 14.) Doch nun in Vers 13 dieser plötzliche Einbruch: »Es haben mich umgeben Leiden ohne Zahl.« Manche Ausleger meinen, dass hier eine andere Person klagt. Doch das muss nicht sein. Wir können die Leiden auch als Steigerung im Leben eines Menschen verstehen. »Übel bis zur Unzahl haben mich umgeben« – wie viel Schweres, Unverständliches und Unfassbares mag hinter dieser Aussage stecken! Für viele Menschen, die in große Nöte geraten sind, wurden die Psalmen schon zum Trost und zur Hilfe. »Mein Gott, betrübt ist meine Seele in mir . . . Deine Fluten rauschen daher, und eine Tiefe ruft die andere; alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich . . . Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist!« (Lies Ps. 42, 1-12; 69, 14-18; 130, 1-3.)
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